29.04.2026 Universität Marburg und Università della Calabria vertiefen strategische Partnerschaft in EUPeace

Delegationsbesuch bringt neue Impulse für gemeinsame Forschung, Lehre und internationale Vernetzung

Evelyn Korn und Gianluigi Greco
Foto: Jan Bosch
Evelyn Korn und Gianluigi Greco freuten sich über den intensiven Austausch zwischen Forschung und Administration beider Universitäten im Rahmen der Hochschulallianz EUPeace in Marburg.

Zwei Tage lang standen an der Philipps-Universität Marburg Fach- und Strategiegespräche mit einer hochrangigen Delegation der Università della Calabria im Mittelpunkt. Unter der Leitung von Vizepräsidentin Prof. Dr. Evelyn Korn, zugleich Chair des Governing Board der Universitätsallianz EUPeace, dem Marburger Vizepräsidenten für Forschung Prof. Dr. Gert Bange sowie Rektor Prof. Gianluigi Greco bot der Besuch eine wichtige Gelegenheit, unter direkter Einbindung von Hochschulleitung und Fachvertreter*innen zukunftsweisende Kooperationen voranzutreiben. „Es ist beflügelnd zu sehen, wie der persönliche Austausch unter Wissenschaftler*innen unsere schon lange vertrauensvolle Kooperation auf ein neues Niveau gehoben hat. Wir sind mit den gemeinsamen EUPeace-Ideen gestartet und schnell zu einem angeregten Fachaustausch gelangt. Innerhalb weniger Stunden haben wir Synergien in verschiedenen Bereichen identifiziert und haben konkrete gemeinsame Forschungs- und Lehrprojekte formuliert und greifbar werden lassen“, sagt Evelyn Korn.

Forschungskooperationen und gemeinsame Studiengänge im Fokus

Im direkten Austausch mit Vertreter*innen aus sechs Marburger Fachbereichen erhielten die Gäste aus Kalabrien vertiefte Einblicke in die Forschungsinfrastrukturen der Marburger Universität. In fachlichen Arbeitsgesprächen konnten konkrete Kooperationsideen weiterentwickelt werden, unter anderem in den Materialwissenschaften und den Gender Studies. Diskutiert wurden beispielsweise die gemeinsame Entwicklung von Studiengängen, die Öffnung von Lehrveranstaltungen für Studierende der Partneruniversitäten sowie die gemeinsame Einwerbung von Drittmitteln. Ergänzend dazu fand ein Austausch mit den Marburger EUPeace-Delegierten der Fachbereiche statt, der die lokale Einbettung der Allianzstrukturen an beiden Universitäten in den Blick nahm.

Stärkung der Zusammenarbeit

Der Besuch hat die Grundlage für eine intensivierte Zusammenarbeit gelegt und zugleich neue Perspektiven eröffnet: Neben der Stärkung bestehender Kooperationen wurden gezielt neue Themenfelder identifiziert, die das gemeinsame Forschungs- und Lehrportfolio im Rahmen von EUPeace erweitern. Die Philipps-Universität Marburg freut sich darauf, diese Impulse gemeinsam mit der Università della Calabria weiterzuentwickeln und die europäische Zusammenarbeit innerhalb der Allianz nachhaltig auszubauen.

Zudem diente der Besuch der Vorbereitung weiterer gemeinsamer Aktivitäten – auch mit Blick auf die EUPeace Conference, die im September 2026 von der Università della Calabria ausgerichtet wird und sich dem Thema „Global warming and its impact: Connections with emerging conflicts, migrations, and health issues“ widmet.

Weitere Informationen: EUPeace –die europäische Hochschulallianz für Frieden, Gerechtigkeit und inklusive Gesellschaften

EUPeace vereint neun Institutionen in sieben europäischen Ländern. Ziel der Hochschulallianz ist es, die europäische Hochschullandschaft und Zivilgesellschaft aktiv mitzugestalten, um Frieden, Gerechtigkeit und inklusive gesellschaftliche Transformation zu fördern. Die Allianz umfasst alle Wissenschaften und Fachgebiete, von den Geistes- und Sozialwissenschaften über die Natur- und Lebenswissenschaften bis hin zum Ingenieurwesen. Sie verfolgt drei zentrale Ziele: die feste Verankerung von EUPeace im Lehrangebot und als prägenden Rahmen für studentische Erfahrungen; den Ausbau der Allianz als Raum für interdisziplinäre internationale Forschung mit starker gesellschaftlicher Wirkung; und ihre Stärkung als langfristige und nachhaltige Kooperation der Partnerinstitutionen. 

Mitgliedsuniversitäten von EUPeace: Philipps-Universität Marburg (Deutschland), Justus-Liebig-Universität Gießen (Deutschland), Université de Limoges (Frankreich), Università della Calabria (Italien), Universidad Pontificia Comillas (Spanien), Západočeská univerzita v Plzni (Tschechien), Sveučilište u Mostaru (Bosnien und Herzegowina), Çukurova Üniversitesi (Türkei), Univerzitet u Sarajevu (Bosnien und Herzegowina). 

Webseite: https://www.eupeace.eu

Kontakt