05.11.2026 Wenn Klimaschutz zum Konflikt wird: Vortragsreihe beleuchtet gesellschaftliche Folgen der Umweltkrise

Zentrum für Konfliktforschung diskutiert im Wintersemester 2026/27, wie Klimakrise, Biodiversitätsverlust und autoritäre Politik die Gesellschaft verändern

Foto: Mark Hamilton / Alamy Stock Foto

Die Klimakrise und die anhaltende Biodiversitätskrise lassen tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen erwarten. Zugleich nimmt die öffentliche Aufmerksamkeit für Klima- und Umweltpolitik ab. Das Zeitalter sozial-ökologischer Konflikte steht möglicherweise erst bevor. 

Die Vortragsreihe „Konflikte in Gegenwart und Zukunft“ widmet sich im Wintersemester 2026/27 den gesellschaftlichen Dimensionen dieser Entwicklungen und fragt, welche Konfliktlinien sich abzeichnen, welche Handlungsspielräume bestehen und wie diese durch autoritäre politische Entwicklungen eingeschränkt werden.

Konfliktlinien und Handlungsspielräume

Den Auftakt macht am Montag, 16. November 2026, Prof. Dr. Matthias Schmelzer von der Europa-Universität Flensburg mit einem Vortrag zu „Wachstum, Eigentum, Lebensweise: Zur Politischen Ökonomie sozial-ökologischer Transformationskonflikte“. Weitere Veranstaltungen befassen sich mit der Behinderung von Klimaschutz durch rechte Akteure, Konflikten zwischen Wohnungsbau und Nachhaltigkeit sowie den Perspektiven der Umweltpolitik in einer zunehmend autoritär regierten Welt.

Uni und Stadt Marburg laden zur Diskussion ein

Das Zentrum für Konfliktforschung der Philipps-Universität Marburg und die Universitätsstadt Marburg laden dazu ein, aktuelle Entwicklungen zu diskutieren und unterschiedliche Perspektiven auf gesellschaftliche Konflikte kennenzulernen. Die Vortragsreihe richtet sich an die Marburger Öffentlichkeit und findet im Historischen Rathaussaal, Am Markt, statt. Das Programm des Wintersemesters wird von Prof. Dr. Felix Anderl und Johanna Kocks organisiert und moderiert.

Seit über 25 Jahren organisiert das Zentrum für Konfliktforschung die Vortragsreihe „Konflikte in Gegenwart und Zukunft“. Sie knüpft an eine über 40-jährige Tradition öffentlicher Konfliktdebatten in Marburg an. Die Themen reichen von Krieg und Frieden über Gewalt und Rassismus, soziale Bewegungen und die Klimakrise bis hin zu Ungleichheit und Armut. Ziel ist es, einen öffentlichen Raum für Information, Austausch und kontroverse Diskussion zu schaffen.

Programm Wintersemester 2026/27

16.11.2026: „Wachstum, Eigentum, Lebensweise: Zur Politischen Ökonomie sozial-ökologischer Transformationskonflikte“ | Prof. Dr. Matthias Schmelzer, Europa-Universität Flensburg
07.12.2026: „Klimaschutzbehinderung von Rechtsaußen als attraktives Gefühlsangebot“ | Prof. Dr. Florian Spissinger, DHBW Villingen-Schwenningen
14.12.2026: „Wohnraum schaffen vs. Flächen sparen – Zielkonflikte zwischen Wohnungs- und Nachhaltigkeitspolitik und wie sie sich lösen lassen“ | Dr. Angelika Münter, Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung, Dortmund
18.01.2027: „Transformationskonflikte: Klimapolitischer Backlash und die umkämpfte Rolle von Carbon Removal“ | Dr. Alina Brad, Universität Wien
01.02.2027: „Wie weiter in der Umweltpolitik in einer zunehmend autoritär regierten Welt?“ | Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Henrike Knappe, Universität Leipzig; Hannah Pilgrim, PowerShift e. V., Berlin; und Prof. Dr. Wolfram Schaffar, Universität Passau

Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 18:30 Uhr und finden im Historischen Rathaussaal, Am Markt, statt. Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen
https://www.uni-marburg.de/de/konfliktforschung/aktuelles/termine/kgz-vortragsreihe-wise-26-27/vortrag-matthias-schmelzer

Kontakt