03.08.2026 WERKSTATT RADENHAUSEN: 27 Jahre künstlerischer Dialog – Retrospektive im Kunstmuseum Marburg
Neue Sonderausstellung im Kunstmuseum Marburg vom 31. Juli bis 18. Oktober 2026
Was als lockere Runde in einer Marburger Kneipe begann, entwickelte sich zu einer der prägendsten Künstlergemeinschaften der Region: die WERKSTATT RADENHAUSEN. Seit Mitte der 1990er-Jahre verbindet die Mitglieder Lies Kruschwitz, Antonia Mösko, Burgi Scheiblechner, Klaus Schlosser, Hans Schohl, Margarete Trümner, Gerda Waha und seit 2012 Ursula Eske nicht nur ihr künstlerisches Schaffen, sondern auch der lebendige Austausch und die gemeinsame Auseinandersetzung mit Kultur und Öffentlichkeit. Über lange Jahre gehörten auch die bereits verstorbenen Manfred Drechsel (†2009) und Liesel Haber (†2025) zur Gruppe.
25 Jahre lang war das Rittergut Radenhausen mit seinen Atelierräumen und der Druckwerkstatt das kreative Zuhause der Gruppe. Das Rittergut liegt am Fuße der Amöneburg. Hier entstanden jährlich Ausstellungen, die – oft verbunden mit einem Sommerfest – zu den Höhepunkten des kulturellen Lebens im Landkreis Marburg-Biedenkopf zählten. Die Dialogfähigkeit und das Engagement der WERKSTATT RADENHAUSEN wurden 2006 mit dem Otto-Ubbelohde-Preis gewürdigt.
Nun blickt das Kunstmuseum Marburg in einer umfassenden Retrospektive auf die persönliche Entwicklung der Künstlerinnen und Künstler sowie auf die gemeinsame Arbeit der letzten Jahrzehnte zurück. Dass der Dialog trotz aller Unterschiede möglich ist, zeigt sich auch in den Werken. Die Beschäftigung mit einer Thematik kann stilistisch und technisch verschieden verarbeitet werden. Bildhauerei, Malerei, Grafik und Installation – Holz trifft auf Stahl, Farbe auf Film, Statik auf Dynamik. So beschreibt der Direktor des Kunstmuseums Dr. Christoph Otterbeck die Ausstellung mit folgenden Worten: „Ihre sehr unterschiedlichen, jeweils charakteristischen und eigenständigen Werke ergeben zusammen den Spiegel einer Generation, in dem eine sich verändernde Gesellschaft sichtbar wird.“ Wie die Künstlerinnen und Künstler sind die Werke miteinander in einem stetigen Gespräch und bieten dies auch den Besuchenden an.
Die Ausstellung ist vom 31. Juli bis 18. Oktober 2026 zu sehen.
Trotz der Auflösung der Ateliers in Radenhausen 2025 bleibt die Gruppe aktiv: Parallel zur Museumsschau werden aktuelle Arbeiten im Kunstverein Marburg präsentiert.
Während der Ausstellung findet am 15. August 2026 ab 15 Uhr eine Führung statt. Am 6. September 2026 ab 9.30 Uhr wird ein Druckworkshop mit Klaus Schlosser und Gerda Waha von der WERKSTATT RADENHAUSEN angeboten und am 26. August 2026 um 12.30 Uhr lädt Burgi Scheiblechner in die Kunstpause ein, um über ihre Werke in der Ausstellung ins Gespräch zu kommen. Im Bilder-Dialog am 24. September 2026 blicken wir auf die letzten 27 Jahre Künstlergemeinschaft WERKSTATT RADENHAUSEN zurück und in die Zukunft.
Diese Angebote sind mit gültiger Eintrittskarte kostenlos, um Anmeldung wird gebeten (bildung.museum@uni-marburg.de oder telefonisch Di.-Do. 10-14 Uhr (06421) 28 22631).
Die Ausstellung ist montags und von Mittwoch bis Sonntag von 11 bis 17 Uhr sowie jeweils am letzten Donnerstag im Monat von 11 bis 21 Uhr zu sehen.
Der Eintritt kostet fünf Euro, ermäßigt drei Euro.
Weitere Informationen: https://www.uni-marburg.de/uni-museum
Kontakt
Ricarda Straub-Unger
Tel.: 06421 28-22299
Mail: straubun@staff.uni-marburg.de
Museum für Kunst und Kulturgeschichte
Philipps-Universität Marburg