25.02.2026 Wissenschaft trifft Kultur

Schlossbegegnungen: Universität lädt zu neuer Veranstaltungsreihe im Landgrafenschloss ein

Luftaufnahme Landgrafenschloss Marburg
Foto: Taunus-Copter Mario Stock
Weithin sichtbares Wahrzeichen: Das Marburger Landgrafenschloss

Ab April 2026 verwandelt die Philipps-Universität Marburg das Landgrafenschloss mit einer neuen Veranstaltungsreihe zu einem Ort der Begegnung: Mit der Reihe „Schlossbegegnungen“ lädt sie die Stadtgesellschaft ein, Wissenschaft und Kultur in verschiedenen Facetten zu erleben – anschaulich, dialogisch und überraschend vielseitig. „Entdecken Sie Vertrautes neu – und lassen Sie sich auf besondere Begegnungen im Schloss ein“, lädt Universitätspräsident Prof. Dr. Thomas Nauss ein und betont: „Mit den Schlossbegegnungen öffnet die Philipps-Universität Marburg das Landgrafenschloss für alle, die Kultur und Wissenschaft erleben möchten. Konzerte, Lesungen, Vorträge und besondere Formate für alle Generationen machen den Fürstensaal zum Ort neuer Begegnungen – ein Schloss, das man nicht nur sieht, sondern erlebt."

An mehreren Tagen im Monat verwandelt sich das Wahrzeichen Marburgs in eine Bühne für ein Programm, das Wissenschaft, Kunst, Musik und Diskussion miteinander verbindet. Initiiert vom Museum für Kunst und Kulturgeschichte, das seit rund hundert Jahren kulturelle Begegnungen ermöglicht, ist die Reihe zugleich ein Ergebnis aus der gemeinsamen Schlossentwicklung von Universität und Stadt. Ziel ist es, das Schloss noch stärker als lebendigen Treffpunkt zu etablieren – als Raum für Austausch, Inspiration und demokratischen Dialog.

Auftakt mit prominenten Gästen 

Eröffnet wird die Reihe am Dienstag, 31. März, von 16 bis 18 Uhr im Fürstensaal. Zur öffentlichen Auftaktveranstaltung werden unter anderem der Hessische Minister für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur, Timon Gremmels, sowie Vertreter*innen von Universität und Stadt erwartet. Mit dabei sind die Biologin und Autorin Jasmin Schreiber und eine Band um die brasilianische Drummerin Angela Frontera, die wissenschaftliche Impulse musikalisch aufgreift.

Metamorphose als erstes Monatsthema

Jeder Monat hat einen thematischen Schwerpunkt. Im April dreht sich alles um die Metamorphose – ein Motiv, das auch die Entwicklung des Schlosses selbst widerspiegelt.

Am 26. April lädt der „Schlosszauber“ Kinder ein, die „wunderbare wandelbare Tierwelt“ zu entdecken. Gemeinsam mit der NAJU (Naturschutzjugend im NABU) wird das Thema altersgerecht und anschaulich vermittelt.

Am 28. April folgt ein Gespräch mit Dr. Helge Baumann, der zu Ovids Metamorphosen forscht. In der neuen Reihe „Aufgetischt – Auf einen Kaffee mit …“ kommen Gäste direkt mit Wissenschaftler*innen ins Gespräch.

Vielfalt der Formate – von Podiumsdiskussion bis Klangkunst

Luftaufnahme des Marburger Schlosses im Nebel
Foto: Mattis Weber
Außen märchenhaft, innen lebendig: Das Marburger Landgrafenschloss wird zur Bühne für Wissenschaft und Kultur.

Die Schlossbegegnungen setzen bewusst auf Dialog. In „Aufgeschlossen – Wissenswertes aus der Werkstatt“ präsentieren Nachwuchswissenschaftler*innen aktuelle Forschung und laden zur Diskussion ein.

Mit „Schlossgeflüster – Wenn Worte leuchten“ entstehen mehrmals im Jahr Lesemomente ohne künstliches Licht, bei denen allein die Stimme der Vorleser*innen neue Bilder im Kopf entstehen lässt. Die Reihe „Resonanzräume“ bringt besondere Orte des Schlosses zum Klingen – vom Fürstensaal bis zur mittelalterlichen Kapelle. Die traditionsreichen „Marburger Schlosskonzerte“ werden fortgeführt und die Reihe integriert.

Neu ist außerdem „Schlossakkord – Klavierpause für alle“: Jeden Samstag von 14 bis 15 Uhr steht der Flügel im Fürstensaal offen – für Anfänger*innen ebenso wie für geübte Pianist*innen, die die besondere Atmosphäre musikalisch füllen möchten.

Auch Natur und Geschichte begegnen sich im Programm: „Ökosphäre Schloss“ widmet sich dem überraschend vielfältigen Lebensraum in und an den alten Mauern. Gesellschaftspolitische Fragen greift das Format „Entschlossen für Demokratie – Wo Geschichte auf Zukunft trifft“ auf.

Ob Debatte, Familiennachmittag, Konzert oder Lesung – die Schlossbegegnungen verstehen Wissenschaft als offenen Prozess und fördern den Austausch zu Themen, die Gesellschaft bewegen. Dazu leisten Wissenschaft und Kultur zentrale Beiträge. 

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