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Abgeschlossene Dissertationen

  • Inhalt ausklappen Inhalt einklappen Luay Radhan "Muslims Against the Islamic State: Arab Critics and Supporters of ʿAli Abdarraziq’s Islamic Laicism"Luay Radhan "Muslims Against the Islamic State: Arab Critics and Supporters of ʿAli Abdarraziq’s Islamic Laicism"

    In dieser Arbeit wird eine islamische Strömung beschrieben, die als islamischer Laizismus bezeichnet werden kann. Sie besteht aus religiösen Musliminnen und Muslimen, die aus islamischen Gründen das Konzept eines „islamischen Staates“ ablehnen und ebenso wenig akzeptieren, wenn sich Staatsvertreter als Repräsentanten eines „islamischen Staates“ darstellen. Die Dissertation analysiert einen Ausschnitt aus der langen Diskussion, in der die Pros für und Contras gegen den „islamischen Staat“ geäußert werden. Der ägyptische Scharia-Richter und Azhar-Absolvent ʿAliʿAbdarraziq (1888-1966) gilt in der Arabischen Welt als geistiger Vater dieser islamisch-laizistischen Strömung. Daher überrascht es nicht, dass Generationen von muslimischen Ägyptern und anderen muslimischen Arabern die Analysen in seinem al-islam wa uṣul al-hukm (1925) entweder kritisiert, zu widerlegen versucht, oder aber direkt oder indirekt unterstützt haben. Die Arbeit konzentriert sich auf die Argumente einer Auswahl von Gegnern (z.B. Muhammad Amara und Abdarrazzaq Sanhoury) und Unterstützern (z.B. Nasr Abu-Zayd und Jamal al-Banna), wobei auch auf die islamisch-laizistischen Denker eingegangen wird. Allerdings ist die Trennung von „Staat und Kirche“ bei islamischen Laizisten kein Selbstzweck: Indem sie dadurch die Möglichkeiten des Machtmissbrauchs reduzieren wollen, streben sie mehr Demokratie, Freiheit und soziale Gerechtigkeit an. Letztlich kann man den islamischen Laizismus, der sich ausschließlich auf das Verhältnis zwischen Religion und Staat bezieht, auch als Teil einer größeren, einer antiautoritären islamischen Strömung betrachten (die es noch zu erforschen gilt).

  • Inhalt ausklappen Inhalt einklappen Abdulaziz Jardan "Das Saif 'l-mulūk wa-l-ḥukkām des Muḥyi ad-Dīn Muḥammad b. Sulaimān al Kāfiyaǧī (gest. 1474), Edition, Übersetzung und Kommentar"Abdulaziz Jardan "Das Saif 'l-mulūk wa-l-ḥukkām des Muḥyi ad-Dīn Muḥammad b. Sulaimān al Kāfiyaǧī (gest. 1474), Edition, Übersetzung und Kommentar"

    Muḥyi ad-Dīn al-Kāfiyaǧī, Verfasser des Werkes Saif 'l-mulūk wa-l-ḥukkām (Das Schwert der Könige und Herrscher), lebte im fünzehnten Jahrhundert im mamlukischen Kairo.

    Sein Werk ruft die Herrscher zur Ausübung der Gerechtigkeit und zur Fürsorge gegenüber ihren Völkern auf. Gleichzeitig ruft es die Völker dazu auf, den gerechten Herrschern Gehorsam entgegen zu bringen. Dabei unterstreicht es von Beginn an die Gerechtigkeit als menschlichen und sozialen Wert, zu dem Gott die Menschen aufrief und sie dabei aufforderte, ihn als Hauptbedingung für den Zusammenhalt der islamischen Gesellschaft zu betrachten, um infolgedessen deren Fortbestand und Entwicklung zu garantieren. Saif 'l-mulūk wa-l-ḥukkām behandelt somit wichtige politische, soziale und moralische Themen und stellt Reformen in Form von Ratschlägen und Hinweisen vor.

    Das Werk gehört zum Genre des „Fürstenspiegels“. Aus diesem Grund soll diese Arbeit einen Überblick über die Kunst des Fürstenspiegel und seiner Entwicklung im muslimischen Kontext geben und eine Liste von Schriften erstellt werden, die man als Ratgeberliteratur bezeichnen kann. Da es sich bei dieser Arbeit um eine Edition des Werkes handelt, werden zunächst die Inhalte des Manuskripts und der Abschriften erklärt. Es folgt die Edition und die Übersetzung des Textes mit Kommentaren zum Manuskript und dessen wissenschaftlicher Bedeutung. Unter anderem sollen dabei die ursprünglichen Beweggründe für das Verfassen des Werkes geklärt werden.