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M.A. Islamwissenschaft

Im Master-Studiengang Islamwissenschaft vertiefen Sie ihre fachspezifischen Kenntnisse der Islamwissenschaft und sprachpraktische Kompetenzen. In der Marburger Islamwissenschaft stehen besonders methodische, insbesondere kultur-, religions- und sozialwissenschaftliche Zugänge zu den Forschungsfeldern im Mittelpunkt. Der forschungsorientierte konsekutive zweijährige M.A.-Studiengang Islamwissenschaft vermittelt

  • vertiefte Kenntnisse der islamischen Religions-, Kultur- und Ideengeschichte vom frühen Islam bis zur Gegenwart.
  • zentrale Themen sind unter anderem aktuelle Diskussionen um Muslime und Islam in Europa, islamische Bewegungen und Formen des politischen Islam. Ein weiterer Schwerpunkt sind aktuelle Entwicklungen in der Türkei.
  • Die Erweiterung aktiver Sprachkompetenz im Arabischen oder Türkischen als wichtige Quellensprache islamischer Gesellschaften sowie der mögliche Erwerb von Sprachkompetenzen im Persischen setzt dabei die Grundlage wissenschaftlichen Arbeitens.

Aufgrund der vermittelten breit gefächerten Fachkompetenz eröffnet der Master-Studiengang Islamwissenschaft Berufsfelder im systematischen Umgang mit vielfältigen Erscheinungsformen der islamischen Religion, der Geschichte und Kultur islamischer Gesellschaften, Grundlagen des Islam in Europa oder den Zugang zur Promotion.

Der Studiengang ist eher forschungsorientiert. Im Verlauf des Studiums werden zur Erlangung der wissenschaftlichen Qualifikation Kenntnisse der Inhalte und Methoden der Islamwissenschaft erworben, die die Studierenden befähigen, mannigfaltige Erscheinungsformen des Islam und islamischer Gesellschaften von seinen Anfängen im 7. Jahrhundert bis in die Gegenwart zu analysieren. Sie lernen fachspezifische Fragestellungen auf der Grundlage der Befähigung zur kritischen Auswertung originalsprachlicher Primärtexte (in Arabisch oder Türkisch) und der kritischen Reflexion aktueller wissenschaftlicher Forschungserkenntnisse und -methoden eigenständig zu bearbeiten.

Die Erweiterung der aktiven und passiven Kenntnisse im Arabischen oder Türkischen, vor allem im Bereich fachsprachlicher Kompetenz und Wissenschaftssprache, stellt ein weiteres hochrangiges Ziel des Studiengangs dar. Die Absolventinnen und Absolventen besitzen Schlüsselqualifikationen zur Analyse originalsprachlicher Quellentexte und die Fähigkeit zur sprachlichen und mediengestützten Vermittlung komplexer Zusammenhänge, die sie situations- und zielgruppenadäquat einsetzen können.

Absolventinnen und Absolventen des M.A.-Studiengangs Islamwissenschaft eröffnet sich aufgrund der im Studium erworbenen fachlichen, sprachpraktischen und interkulturellen Kompetenzen sowie der Fähigkeit, selbständig erarbeitete Forschungsergebnisse adäquat zu vermitteln, ein breites Spektrum möglicher Berufsfelder. Dazu gehören in erster Linie wissenschaftliche Tätigkeiten an Universitäten und anderen Forschungseinrichtungen. Weitere Tätigkeitsfelder liegen in der Erwachsenenbildung, in internationalen Organisationen und Kulturinstitutionen, in Ministerien und Behörden, in der Journalistik und in Bibliotheken. Neue Arbeitsfelder für Absolventen des Masters ergeben sich auch in den Bereichen der Migrationsarbeit und der Extremismusprävention.

Bewerbung

Der Studiengang kann nur zum Wintersemester aufgenommen werden und ist nicht zulassungsbeschränkt. Der Studiengang wird seit dem WiSe 2011/2012 angeboten.

Zulassungsvoraussetzung ist der Abschluss eines B.A.- oder anderen Studiengangs mit einem hohen Anteil an islamwissenschaftlichen Fachmodulen (mindestens 60 LP) sowie eine Grundausbildung in Arabisch, Türkisch oder Persisch (mindestens 36 LP).

Bewerbungen müssen bis zum 24. August bei der Universität Marburg eingegangen sein. Sollte Ihnen zur Bewerbungsfrist verfahrensbedingt noch kein Zeugnis über den ersten Abschluss vorliegen, bitten wir Sie, sich auch ohne die Einreichung des Abschlusszeugnisses fristgerecht zu bewerben. In zulassungsfreien Masterstudiengängen kann das Zeugnis bei einer Bewerbung nachgereicht werden. Für Studienbewerber, die ihren ersten akademischen Grad (z.b Bachelor) nicht an einer deutschen Hochschule erworben haben, gelten teils andere Bewerbungsbedingungen.