07.02.2020 Universität Marburg prämiert die besten Geschäftsideen

Abschlussveranstaltung des Ideenwettbewerbs „UNI IDEEN MARBURG“

Foto der Gewinnerteams
Foto: Leon Pozzi
Dr. Peter Veto, Johannes Drönner, Dr. Christian Beilschmidt, Michael Mattig, Felix Ullmann, Jakob Neck, Konstantin Litzenberg und Svenja Ernst (von links) konnten mit ihren Gründungsideen überzeugen.

Bei „UNI IDEEN MARBURG“ des MAFEX werden außergewöhnliche Geschäftsideen von Studierenden, Beschäftigten und Absolventinnen und Absolventen der Philipps-Universität mit insgesamt 6.000 Euro prämiert. Zusätzlich gibt es professionelles Feedback und weitere Unterstützung bei der Realisierung der Unternehmensgründung. Zehn Ideen standen am Donnerstag, 6. Februar 2020, im Finale – vier der Teams gingen als Siegerinnen und Sieger des Ideenwettbewerbs hervor.

Den ersten Platz belegten Johannes Drönner, Dr. Christian Beilschmidt und Michael Mattig mit ihrer Plattform „Geo Engine“, die frischen Wind in die Geodatenverarbeitung bringen soll. Das Internet macht Geodaten allgegenwärtig. „Geo Engine“ verknüpft diese öffentlich verfügbaren Daten, wie Satellitenprodukte oder Drohnenaufnahmen, miteinander und schöpft somit das ganze Potenzial der Daten aus. Innerhalb der Plattform werden die Daten integriert und zeitliche Analysen mit explorativen Workflows ermöglicht.

Felix Ullmann, Jakob Neck und Konstantin Litzenberg belegten mit „CAVE“ den zweiten Platz. Die Bearbeitung von Videos benötigt leistungsstarke Hardware und ist damit teuer. Eine Schnittstelle zwischen bestehender Videobearbeitungssoftware und externen Rechenzentren soll Abhilfe schaffen: Die rechenintensiven Prozesse werden auf externe Server ausgelagert, um auch mit leistungsschwächeren Systemen Videos bearbeiten zu können. Somit fällt der Einstieg leichter und bietet vor allem bei seltener Nutzung einen Kostenvorteil.

„Pixun“ ist die Idee von Dr. Peter Veto, der beim Ideenwettbewerb den dritten Platz belegen konnte. Digitale Displays stellen eine große Belastung der Augen und des Nervensystems dar, was zu verschiedenen Gesundheitsproblemen führen kann. Bestehende Produkte bieten nur eine teilweise Minderung – „Pixun“ ist ein neuartiger Bildschirm, der die eigentliche Quelle dieser Probleme beseitigt.

Den Sonderpreis Nachhaltigkeit gewann Svenja Ernst mit ihrer Idee „Upgrade“, die einen Gegentrend zur sogenannten Fast-Fashion setzen will. Aus alten Kleidungsstücken entwirft sie neue Modekollektionen und verkauft diese in Kooperation mit Secondhandläden. Aus ausgedienten Stoffen entstehen neue Lieblingsstücke mit neuen Funktionen und Formen. So soll der in der Textilindustrie entstehende Abfall reduziert werden.

Der erste Preis ist mit 2.500 Euro, der 2. Preis mit 1.500 Euro und der dritte Preis mit 1.000 Euro dotiert. Hauptsponsor ist die Sparkasse Marburg-Biedenkopf. Der Sonderpreis Nachhaltigkeit in Höhe von 1.000 Euro wurde von der Volksbank Mittelhessen bereitgestellt. Über die finanzielle Förderung hinaus gibt es ausführliche Unterstützung bei der Unternehmensgründung: Das Team des MAFEX der Philipps-Universität berät die Gewinnerinnen und Gewinner intensiv auf dem Weg zur Gründung.

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