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Workshopbericht: OER für die digitale Film- und Medienwissenschaft

Wie lassen sich digitale Methoden der Film- und Medienwissenschaft als offene Lehrmaterialien vermitteln, und wie werden diese Materialien in der Fachcommunity sichtbar und nachnutzbar? Diesen Fragen widmete sich der Online-Workshop zu Open Educational Resources (OER), zu dem das DiCi-Hub-Projekt am 14. September 2026 eingeladen hatte. 17 Teilnehmende aus verschiedenen Projekten und Institutionen tauschten sich über ihrErfahrungen, Praktiken und offenen Fragen aus.

Statt fertige Ergebnisse zu präsentieren, lud der Workshop zum offenen Austausch darüber ein, was eine nachhaltige OER-Praxis für digitale Methoden braucht, welche Möglichkeiten sie bietet und wo die Schwierigkeiten liegen.

OER: Impulse aus der Praxis

Nach der Begrüßung durch Malte Hagener gaben vier Projekte Einblick in ihre Praxis. Thomas Schick und Marco Winter gaben Einblicke in die OER-Praxis des Datenkompetenzzentrums QUADRIGA und zeigten, wie sich Datenkompetenzen anhand von Fallstudien aus der realen Forschungspraxis vermitteln lassen. Susan Reichelt und Tobias Kreten berichteten anschließend von ihren Erfahrungen im Projekt ForContext. Das DiCi-Hub-Team präsentierte einen Werkstattbericht zu seinen OERs, die praxisnah in digitale Methoden der Filmanalyse einführen. Sie umfassen sowohl aufeinander aufbauende Lerneinheiten als auch einen Moodle-Selbstlernkurs, der sich in Studiengänge integrieren lässt. Andrea Polywka, Claudius Stemmler, Martin Albrecht-Hohmaier und Katharina Bergmann stellten schließlich vor, wie NFDI4Culture Lern- und Weiterbildungsangebote zum Forschungsdatenmanagement für die Fächer rund um das kulturelle Erbe, darunter die Film- und Medienwissenschaft, bündelt und über den Educational Resource Finder zugänglich macht.

In den Diskussionen nach den Vorträgen ging es vor allem darum, welche Inhalte und Formate sich für die Vermittlung digitaler Methoden als OER eignen und welche fachspezifischen Anforderungen dabei zu beachten sind. Eine Frage zog sich dabei durch: Wie überführt man eine lebendige Lehrsituation, in der man jederzeit nachjustieren kann, in ein statisches Format? Außerdem ging es um die rechtlichen, organisatorischen und ressourcenbezogenen Herausforderungen, die die Erstellung, Pflege und Bereitstellung solcher Materialien mit sich bringen.

Im Dialog: OER weiterdenken

Am Nachmittag stand die Frage im Mittelpunkt, wie eine film- und medienwissenschaftliche OER-Sammlung in FID Media Publish aussehen könnte. Gast war Kai Matuszkiewicz von FID Media Publish. Auf Grundlage der Fragen und Wünsche, die die Teilnehmenden vorab gesammelt hatten, ging es um die Sichtbarkeit von OER über Suchmaschinen und KI-gestützte Recherche, um sinnvolle Metadaten sowie Such- und Filtermöglichkeiten und um die Darstellung unterschiedlicher Formate. Weitere Themen waren die Aktualisierung und Versionierung der Materialien sowie Service, Wartung und die Kommunikation in die Fachcommunity. Kai Matuszkiewicz beantwortete viele Fragen zu den Möglichkeiten und Abläufen von FID Media Publish. Diskutiert wurde auch die Idee einer zentralen „OER-Ecke“ als Anlaufpunkt für Materialien, Austausch und Beratung. Gemeinsam überlegten die Teilnehmenden außerdem, wo OER-Materialien veröffentlicht werden können und welche rechtlichen Fragen dabei zu klären sind.

Ausblick

Der Workshop hat gezeigt, wie groß das Interesse an Austausch und Vernetzung rund um OER für digitale Methoden in der Film- und Medienwissenschaft ist. Die Anregungen fließen in die weitere Arbeit des DiCi-Hub-Projekts ein, insbesondere in die Frage, wie und wo die eigenen OER-Materialien zu digitalen Methoden der Filmanalyse veröffentlicht werden.

Wir danken allen Vortragenden und Teilnehmenden herzlich für die anregenden Beiträge und die offene Diskussion!

→ Workshopprogramm

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