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Bacherlor Vergleichende Kultur- und Religionswissenschaft in Marburg

(Module beziehen sich auf die neue Studienordnung (ab WS 10/11)

Dieser Text basiert auf den Studieninformation Vergleichende Kultur- und Religionswissenschaft Bachelor of Arts (PDF, 195 KB) der alten Studienordnung. Die nachfolgenden Studieninformationen beziehen sich auf die neue Studienordnung.

Der neue Studiengang "Vergleichende Kultur- und Religionswissenschaft" ermöglicht es bundesweit derzeit einzigartig, die drei Fächer Europäische Ethnologie/Kulturwissenschaft, Religionswissenschaft und Kultur- und Sozialanthropologie in einem gemeinsamen Verbund als einen Bachelorstudiengang mit drei Schwerpunkten zu studieren. Der Studiengang vermittelt wissenschaftliche Grundkenntnisse im kultur- und religionswissenschaftlichen Bereich und ermöglicht zudem eine berufliche Anwendung dieser Kenntnisse in einem breiten Feld.

Das Studium ist empirisch ausgerichtet und befasst sich mit den Formen alltäglicher Lebensgestaltung und mit populären Kulturphänomenen in europäischen und außereuropäischen, gegenwärtigen und historischen Kontexten. Die Studierenden erwerben Kenntnisse auf dem Gebiet kultureller, ethnischer und religiöser Phänomene und Problemlagen sowie Kenntnisse, die sie für die praktische Kulturarbeit qualifizieren sollen.

Der Studiengang ist transdisziplinär angelegt, berücksichtigt aber auch spezifische disziplinäre Kompetenzen, indem den Studierenden die drei Studienschwerpunkte (Europäische Ethnologie/Kulturwissenschaft, Religionswissenschaft und Kultur- und Sozialanthropologie) zur Wahl stehen. Für den Bachelorstudiengang waren im Wintersemester 2007/08 69 Studierende im ersten Semester, insgesamt 157 Studierende eingeschrieben.

Art des Studiums

"Vergleichende Kultur- und Religionswissenschaft" wird am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften und Philosophie (FB 03) der Philipps-Universität Marburg als grundständiger Studiengang angeboten. Der Abschluss ist Bachelor of Arts (B.A.) "Vergleichende Kultur- und Religionswissenschaft" mit einer Dokumentation der Studienaktivitäten in einem der drei Schwerpunkte Europäische Ethnologie/Kulturwissenschaft, Kultur- und Sozialanthropologie oder Religionswissenschaft. Die Regelstudienzeit beträgt 3 Jahre/6 Semester. Der Studiengang ist akkreditiert.

Mit dem Abschluss des Bachelorstudiengangs kann der/die Studierende die Aufnahme in den dem gewählten Schwerpunkt entsprechenden Masterstudiengang (Master Europäische Ethnologie/Kulturwissenschaft, Master Religionswissenschaft oder Master Kultur- und Sozialanthropologie) anstreben. Danach kann die Promotion folgen.

Erfolgreiche AbsolventInnen des Bachelorstudiengangs können sich auch für Masterangebote anderer Universitäten im In- und Ausland bewerben. Hier ist es sehr wichtig, die nationalen und internationalen Entwicklungen an den Universitäten zu verfolgen, denn es wird zukünftig mit einem noch sehr viel breiteren Angebot interdisziplinärer Studiengänge zu rechnen sein. Durch den empirischen Akzent des Bachelorstudiengangs kann in Marburg z.B. auch der Masterstudiengang Friedens- und Konfliktforschung angeschlossen werden.

Die Zulassung zu einem Masterstudiengang kann neben dem erfolgreichen Abschluss eines Bachelorstudiums durch weitere Zugangsvoraussetzungen geregelt sein, die Sie aus den Internet-Informationsseiten der Philipps-Universität zum jeweiligen Masterstudiengang ersehen können (s. Informationsseiten der Philipps-Universität zum B.A. und M.A.).

Inhalte, Ziele und Schwerpunkte

Der Studiengang "Vergleichende Kultur- und Religionswissenschaft" verfolgt zum einen das Ziel, wissenschaftliche Grundkenntnisse im kultur- und religionswissenschaftlichen Bereich zu vermitteln. Im Studienverlauf spezialisieren sich die Studierenden auf einen der drei Schwerpunkte Europäische Ethnologie/Kulturwissenschaft,  Kultur- und Sozialanthropologie oder Religionswissenschaft. Zum anderen soll der Bachelorstudiengang eine berufliche Anwendung dieser Kenntnisse in einem breiten Feld ermöglichen.

Dabei werden Qualifikationen von dreierlei Art vermittelt:

A. allgemeine wissenschaftliche,

B. spezifische fachwissenschaftliche Qualifikationen, sowie

C. praxis- und berufsrelevante Kompetenzen.

Diese Kompetenzen werden in den Modulen bzw. in den verschiedenen Lehr- und Lernformen in unterschiedlicher Gewichtung vermittelt.

  1. Zu den allgemeinen wissenschaftlichen Qualifikationen, die in allen Fachmodulen vermittelt werden, zählen: wissenschaftliche Analysefähigkeit; Kompetenz, gesellschaftsrelevante Fragestellungen aufzuwerfen und zu bearbeiten; selbständige Informations- und Wissenserschließung, wobei auf Eigenständigkeit und Selbststudium größter Wert gelegt wird.
  2. Zu den spezifischen fachwissenschaftlichen Qualifikationen zählen (neben dem im Studium erworbenen fachlichen Wissen): Kenntnisse theoretischer Konzepte im Bereich der Kultur- und Religionswissenschaft; Anwendung empirischer Methoden und hermeneutischer Interpretationsverfahren, um den Brückenschlag zwischen empirischer Forschungspraxis und theoretischer Reflexion einzuüben.
    Im Vordergrund stehen dabei insbesondere die Fähigkeiten, sich exemplarisches Wissen über Kulturen und Religionen anzueignen, kulturelle Selbstverständlichkeiten, eigene Positionen und Alltagswahrnehmungen zu hinterfragen und kulturelle, ethnische und religiöse Stereotypen kritisch zu reflektieren.
  3. Neben der Vermittlung allgemeiner wissenschaftlicher und spezifischer fachwissenschaftlicher Qualifikationen vermittelt der Studiengang praxisrelevante Kompetenzen, die auch außeruniversitär immer stärker nachgefragt werden. Dazu zählen: soziale Kompetenz und Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit; Evaluations- und Kritikfähigkeit; mündliche und schriftliche Präsentationstechniken; wissenschaftliches und essayistisches Schreiben; und Interkulturelle Kompetenz: Einlassen auf und Verarbeiten von Fremderfahrungen; Sensibilität im Umgang mit fremden Lebenswelten / anderen Kulturen und Religionen

Aufbau und Wahlmöglichkeiten

Die Studieninhalte werden in zehn Lehreinheiten (s. Modulen) und Profilmodulen vermittelt. Die Profilmodule werden extern (d.h. in anderen Fächern) absolviert, dazu kommt ein 8-wöchiges Praktikum in der Regel nach dem 2. Studienjahr. Ein Modul erstreckt sich über ein bis zwei Semester und besteht meist aus zwei Veranstaltungen, wie Seminare und Vorlesungen (Ausnahme: Vertiefungsmodul, Praxismodul, Abschlussmodul). Ein Modul wird in der Regel mit einer benoteten Abschlussprüfung (Referat/Hausarbeit) beendet. Im 5. oder 6. Semester verfassen die Studierenden eine 30-40seitige schriftliche Abschlussarbeit, die Bachelor-Arbeit. Im Bachelorstudiengang müssen insgesamt mind. 180 Leistungspunkte (LP) erbracht werden.

Studienverlauf

Exemplarisch. So könnte die Verteilung der Leistungspunkte auf die einzelnen Studienjahre aussehen. Die meisten Module haben keine Teilnahmevoraussetzungen, so können die Studierenden den Studienbeginn der Module frei wählen. Bitte dazu die Modulbeschreibungen beachten. Siehe auch hier oder Merkblätter und Formalien. Basis- und Wahlpflichtmodule = 12 LP pro abgeschlossenem Modul.

1. Studienjahr

Einführung in den Studiengang: Methoden, Interpretationsverfahren und theoretische Konzepte der drei Fächer Europäische Ethnologie/Kulturwissenschaft, Religionswissenschaft und Kultur- und Sozialanthropologie; Erwerb von Grundkompetenzen im wissenschaftlichen Arbeiten; Einführung in das Analysieren und Deuten kultureller und religiöser Phänomene anhand exemplarischer Themenfelder.

Module

  • Einführungsmodul: Einführung in die und Methoden der vergleichenden Kultur- und Religionswissenschaft (12 LP)
  • Einführungsmodul:Kultur- und Relitionstheorien und Hermeneutik (12 LP)
  • Basismodule: Europäische Ethnologie/Kulturwissenschaft, Kultur- und Sozialanthropologie oder Religionswissenschaft (24 LP)
  • Profilmodule (12 LP)

2. Studienjahr

Erweiterung sachlicher und theoretischer Kenntnisse; Schärfung methodischer Kompetenzen, insbesondere im Rahmen eines praxis- und produktorientierten Lehrforschungsprojektes ("Forschendes Lernen"); Schwerpunktbildung in zwei der drei Fächer Europäische Ethnologie/Kulturwissenschaft, Religionswissenschaft oder Völkerkunde.

Module

  • Vertiefungsmodul „Gesellschaft, Kultur und Religion“ (24 LP)
  • Basismodule: Europäische Ethnologie/Kulturwissenschaft, Kultur- und Sozialanthropologie oder Religionswissenschaft (12 LP)
  • Wahlpflichtmodule: Europäische Ethnologie/Kulturwissenschaft, Kultur- und Sozialanthropologie oder Religionswissenschaft (12 LP)
  • Profilmodule (24 LP)

3. Studienjahr

Schwerpunktsetzung in einem der drei Fächer und Erwerb fachspezifischen Wissens; Anfertigung der schriftlichen Abschlussarbeit in dem gewählten fachlichen Schwerpunkt: Europäische Ethnologie/Kulturwissenschaft, Kultur- und Sozialanthropologie oder Religionswissenschaft .

Module

  • Modul: Berufsbezogene Zusatzqualifikation (12 LP)
  • Profilmodule (12 LP)
  • Wahlpflichtmodul: Europäische Ethnologie/Kulturwissenschaft, Kultur- und Sozialanthropologie oder Religionswissenschaft (24 LP)
  • Prüfungsmodul: Bachelorarbeit (12 LP)

Berufsfelder

Der Studiengang bereitet nicht auf eine festumrissene berufliche Tätigkeit vor, sondern bietet eine breite vergleichende kultur- und religionswissenschaftliche Ausbildung an. Ausbildungsadäquate Tätigkeiten sind in folgenden Berufsfeldern möglich: Öffentliche und private Kultureinrichtungen, Wissenschaft (Universität, Forschungseinrichtungen), Medien (inkl. Verlage), Erwachsenenbildung, internationale Institutionen und Organisationen, Kongress- und Ausstellungswesen, Beratungs- und Sachverständigeneinrichtungen des Staates und anderer öffentlicher Träger.

Studienzulassung und Bewerbung

Der Studienbeginn ist nur zu einem Wintersemester möglich. Eine Zulassungsbeschränkung (NC) besteht für diesen Studiengang nicht. Die Bewerbung ist bis zum 15.07. für das folgende Wintersemester erforderlich. Später eingehende Bewerbungen können berücksichtigt werden, wenn Studienplätze frei sind und der Verfahrensablauf dies zulässt.

Sie bewerben sich bei unserer Hochschule entweder im Online-Verfahren oder mit Hilfe des PDF-Zulassungsantrages, den Sie sich ausdrucken können. Zu Ihrer Bewerbung sind fristgerecht weitere persönliche Unterlagen einzusenden (s. Bewerbung um einen Studienplatz).

Für Studieninteressenten ohne deutsche Hochschulzugangsberechtigung gelten für die Bewerbung besondere Regelungen (s. Informationen für Bewerber/innen aus dem Ausland).

Voraussetzungen, fachspezifische Anforderungen

Zum Bachelorstudium ist berechtigt, wer die Allgemeine Hochschulreife, die fachgebundene Hochschulreife, die Fachhochschulreife, die Meisterprüfung oder eine ihr gleichgestellte berufliche Qualifikation oder einen der Hochschulreife mindestens gleichwertigen ausländischen Sekundarabschluss nachweist.

Vor der Zulassung nachzuweisen sind Kenntnisse zweier Fremdsprachen auf Niveau B1 des "Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen des Europarats". Werden Kenntnisse des Lateinischen oder des Altgriechischen geltend gemacht, müssen diese auf dem Niveau des Latinums bzw. des Graecums durch Abiturzeugnis oder anderweitig nachgewiesen werden.

Vergleichen Sie für nähere Informationen zu den Sprachvoraussetzungen bitte auch die Internetseite über die Zulassungsbedingungen für diesen Studiengang (s. Sprachvoraussetzungen).

Anrechnung von Studienleistungen

Studien- und Prüfungsleistungen sowie Studienzeiten, die an anderen Hochschulen in Deutschland oder in anderen Staaten des mit der Gemeinsamen Erklärung der Europäischen Bildungsminister vom 19. Juni 1999 in Bologna vereinbarten Europäischen Hochschulraums erbracht wurden, sowie Studien- und Prüfungsleistungen und Studienzeiten, die in Bachelorstudiengängen an Fachhochschulen erbracht wurden, werden nach dem European Credit Transfer System (ECTS) angerechnet. Ansprechpartner ist die Fachstudienberatung.

Zuletzt aktualisiert: 21.10.2013 · Stéphane Voell

 
 
 
Fb. 03 - Gesellschaftswissenschaften und Philosophie

Vergleichende Kulturforschung, Landgraf-Philipp-Straße 4, D-35032 Marburg
Tel. +49 6421/28-22480, Fax +49 6421/28-23944, E-Mail: relwiss@staff.uni-marburg.de

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