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25.05.2010

Auszeichnung für Marburger Keltologen

Textedition von Marburger Keltologen wird mit dem Vernam-Hull-Preis ausgezeichnet

hbh

Die Marburger Keltologen Dr. Regine Reck und Prof. Dr. Erich Poppe haben den Vernam Hull Memorial Prize 2009 für ihr Buch Selections from Ystorya Bown o Hamtwn (Cardiff: University of Wales Press 2009) erhalten. Diese Auszeichnung wird vom Wales Publications and Collaborative Research Committee für eine herausragende Publikation im Bereich kymrische Prosa vor 1700 vergeben (weitere Informationen). Erich Poppe ist Professor für Keltologie und Allgemeine Sprachwissenschaft am Fachgebiet Vergleichende Sprachwissenschaft des Fachbereich Fremdsprachliche Philologien der Philipps-Universität Marburg. Regine Reck ist nach ihrer Promotion im Bereich der Keltologie Geschäftsführerin für Studienangelegenheiten im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Philipps-Universität Marburg.

Ystorya Bown o Hamtwn ist die wohl aus dem 13. Jahrhundert stammende mittelkymrische Adaption der anglo-normannischen Geste de Boeve de Hamtone und damit ein Beispiel für die Textsorte ‚mittelalterliche Übersetzungsliteratur’, die anders als moderne Übersetzungen die Orientierung am Erwartungshorizonts des neuen Publikums höher bewertet als Treue gegenüber dem Originaltext. Der fremde Stoff wurde so erzählt, wie es den Gewohnheiten der aufnehmenden Textkultur entsprach. Die Handlung bleibt dabei erhalten, aber die Form, der Stil und die Art, wie erzählt wird, werden in unterschiedlichem Ausmaß verändert. Im Spannungsfeld zwischen der Anpassung an die aufnehmende Texttradition und der Übernahme bzw. Weiterentwicklung des fremden Vorbilds werden die Details des Akkulturations- und Adaptionsprozesses deutlich (weitere Informationen zum Text).

Selections from Ystorya Bown o Hamtwn entstand aus dem von der DFG geförderten Projekt ‚Text und Kontext der mittelkymrischen Ystorya Bown o Hamtwn’. Ein weiteres zentrales Ergebnis des Projekts ist die Publikation von Erich Poppe und Regine Reck, „A French Romance in Wales: Ystorya Bown o Hamtwn. Processes of Medieval Translations“, Zeitschrift für Celtische Philologie 55 (2006) 122-180, und Zeitschrift für Celtische Philologie 56 (2008), 129-164.

Keltologie kann an der Philipps-Universität Marburg als ein Schwerpunkt in den beiden B.A.-Studiengängen Historische Sprach-, Text- und Kulturwissenschaft bzw. Europäische Literaturen sowie im Masterstudiengang Keltologie studiert werden. Ein solcher Masterstudiengang wird in Deutschland z.Z. nur an der Philipps-Universität angeboten.

 

 

 

Zuletzt aktualisiert: 31.05.2010 · Paul Widmer

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Art des Termins:

25.05.2012
10:15 Gastvortrag im Kolloquium
 
 
 
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