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Bildung und Demokratie: die Debatte im klassischen Athen (Studium Generale)
Vortrag im Rahmen des Studium Generale "Universitäre Bildung in Zeiten des Umbruchs. Wie KI das Denken verändert"
Veranstaltungsdaten
13. Mai 2026 18:15
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Universitätsbibliothek, Vortragsraum, Deutschhausstraße 9, 35037 Marburg
Moderne Demokratien werden gerne auf die Demokratie des klassischen Athen (5.-4. Jh. v. Chr.) zurückgeführt. Allerdings handelte es sich bei dieser Demokratie um eine ‚direkte Demokratie‘. Zu den zentralen Charakteristika gehörte, dass Entscheidungen direkt von den männlichen Bürgern mit Stimmrecht in der Volksversammlung gefällt und Ämter durch Losverfahren vergeben wurden. Ebenso waren die Gerichte Volksgerichte. Hand in Hand mit dem Stolz auf diese Form der Partizipation ‚aller‘ Bürger entwickelte sich eine kritische Auseinandersetzung mit ihr. Die Kritik zielte zum einen auf die Gefahr der Manipulierbarkeit durch die geschickte Rhetorik einzelner und zum anderen auf die mangelnde Professionalität von Politik und Gerichtbarkeit, deren Grund die Kritiker auch in den Mängeln des Bildungssystems sahen. Der Vortrag wird zuerst die historischen Rahmenbedingungen (Form der Demokratie, Bildung in Athen) behandeln und dann anhand von Texten verschiedener Autoren die Debatte über die Rolle von Bildung für die Demokratie beleuchten.
www.uni-marburg.de/studiumgenerale
Referierende
Prof. Dr. Sabine Föllinger (Gräzistik, Universität Marburg)
Veranstalter
In diesem Semester organisieren das Zentrum für Lehrkräftebildung der Universität Marburg, das Institut für Künstliche Intelligenz in der Medizin und das Präsidium gemeinsam das Studium Generale.