22.07.2021 Demokratiezentrum erhält Förderbescheid

Staatssekretär Stefan Heck übergab Förderbescheid an Zentrum am Fachbereich Erziehungswissenschaften der Philipps-Universität Marburg

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Foto: Henrik Isenberg
Die Übergabe des Förderbescheids für das Demokratiezentrum Hessen (von links): Dr. Horst Falk (Landtagsabgeordnerter und Mitglied im Ausschuss für Wissenschaft und Kunst), Dr. Reiner Becker (Leiter des Demokratiezentrums), Innenstaatssekretär Dr. Stefan Heck, Uni-Vizepräsident Prof. Dr. Michael Bölker, Prof. Dr. Wolfgang Seitter (professoraler Verantwortlicher für das Demokratiezentrum) und Tina Dürr (stellv. Leiterin des Demokratiezentrums).

Einen Förderbescheid in Höhe von insgesamt rund 2,7 Millionen Euro für das Jahr 2021 übergab der hessische Innenstaatssekretär Dr. Stefan Heck am Donnerstag, 22. Juli 2021, an Prof. Dr. Michael Bölker, Vizepräsident für Forschung und Internationales der Philipps-Universität Marburg, und Dr. Reiner Becker, Leiter des am Fachbereich Erziehungswissenschaften der Philipps-Universität angesiedelten Demokratiezentrums Hessen, sowie Prof. Wolfgang Seitter als dessen professoralem Verantwortlichen. Das im Rahmen des Landesprogramms „Hessen – aktiv für Demokratie und gegen Extremismus“ des Hessischen Ministeriums des Innern und für Sport und des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ zur Verfügung gestellte Geld ist zur Finanzierung des Ausbaus und der Erweiterung der Aufgaben des Zentrums gedacht.

Das am Fachbereich Erziehungswissenschaften an der Philipps-Universität angegliederte Demokratiezentrum ist zentrale Anlaufstelle in Hessen für alle Fragen rund um Rechtsextremismus, Rassismus oder Antisemitismus sowie Fach- und Geschäftsstelle des „Beratungsnetzwerks Hessen – gemeinsam für Demokratie und gegen Rechtsextremismus“. Das seit 2007 agierende Netzwerk berät hessenweit kostenlos und vertraulich Schulen, Eltern und Familienangehörige, Kommunen, Vereine und andere Hilfesuchende in Fällen von Rechtsextremismus, Antisemitismus und Rassismus und bietet eine breite Palette präventiver Hilfen an. Finanziert wird die Arbeit durch Förderprogramme des Bundesfamilienministeriums und des hessischen Innenministeriums. Mit dem im Innenministerium angesiedelten Hessischen Informations- und Kompetenzzentrums gegen Extremismus (HKE) steht das Demokratiezentrum zusätzlich in einem engen fachlichen Austausch.

In der laufenden Förderperiode bis 2024 wird das koordinierende Demokratiezentrum mit dem zur Verfügung gestellten Geld unter anderem eine weitere Regionalstelle für den Bereich Osthessen in Fulda aufbauen (neben bereits existierenden Regionalstellen für Nordhessen und Südhessen), die Gelder für die Opfer- und Betroffenenberatungsstelle „response“ in Frankfurt erhöhen, Mittel und Personal zur Erstellung von wissenschaftlichen Studien aufstocken und eine hessenweite Antisemitismus-Meldestelle einrichten, die im Herbst an den Start gehen soll.

Staatssekretär Dr. Stefan Heck betonte bei der Übergabe des Bescheids zur Förderung dieser Arbeiten die Bedeutung des Demokratiezentrums und Beratungsnetzwerks Hessen. „Bereits seit vielen Jahren ist das Demokratiezentrum in Marburg ein unverzichtbarer Teil der Extremismusprävention und Demokratieförderung unseres Bundeslandes. Hessen unterstützt diese wichtige Arbeit mit erhöhten finanziellen Mitteln, damit bestehende Angebote weiterentwickelt und neue und innovative Maßnahmen initiiert werden können. Mit der Förderung kann das Demokratiezentrum nunmehr seine Beratungsarbeit an die steigenden Bedarfe anpassen. Die Hessische Landesregierung stellt damit einmal mehr klar: Unsere freiheitliche Gesellschaft wird keine Form des Extremismus akzeptieren“, sagte Dr. Stefan Heck.

Prof. Dr. Michael Bölker zeigte sich erfreut über den stetigen Ausbau des Demokratiezentrums Hessen an der Philipps-Universität Marburg und versprach dabei jede Unterstützung. Er unterstrich die weitere wissenschaftliche Profilierung des Demokratiezentrums. Der Leiter des Demokratiezentrums Dr. Reiner Becker dankte im Namen des Netzwerks für die finanzielle Förderung, ohne die die immer wichtiger werdende Arbeit in Zukunft nicht bewältigt werden könne. Er wünschte sich eine nachhaltige, dauerhafte finanzielle Absicherung vor allem der zivilgesellschaftlichen Akteure in dem Bereich, wie es auf Bundesebene zum Beispiel das geplante, aber leider auf Eis gelegte Demokratiefördergesetz vorsah. 

Pressekontakt:

Dr. Reiner Becker
Demokratiezentrum Hessen an der
Philipps-Universität Marburg
Tel.: 06421 28-24535
E-Mail:

Gerolf Nittner
Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
des Demokratiezentrums Hessen an der
Philipps-Universität Marburg
Tel.: 06421 28-23027
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