11.02.2021 Die Stimme der Promovierenden

Wahl zur ersten Promovierendenvertretung an der Philipps-Universität

Die Promotion ist für viele Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler eine prägende Zeit, in der zahlreiche Fragen aufkommen können. Ihre Themen und Anliegen sollen zukünftig auch in den hochschulpolitischen Gremien der Philipps-Universität stärker Gehör finden – durch die Wahl der ersten Promovierendenvertretung.

„Für uns als Promovierende gab es bislang keine hochschulpolitische Vertretung. Sehr wohl gibt es aber zahlreiche fächerübergreifende Probleme und Anliegen, für die wir eine Vertretung benötigen“, sagt Nicolai Bülte, der die Wahl gemeinsam mit Alejandra Guardia, Florian Gödel, Igor Martin, Tobias Römer, Jochen Taiber und Nils Vief initiiert hat. „Promovierende ordnen sich unterschiedlichen Statusgruppen zu – manche sehen sich als Studierende, andere als Teil des Mittelbaus. Externe Promovenden fühlen sich oftmals gar nicht zugehörig und damit auch nicht gehört“, sagt Bülte. Diesen Umstand möchte die Promovierendenvertretung nun ändern. „Es ist wichtig, dass Promovierende auch im hochschulpolitischen Kontext eine Stimme bekommen“, sagt Bülte, beispielsweise zu der Promotionsordnung, der Promotionsbetreuung, Qualifikationsstellen, der Vergabe von Stipendien und Preisen, Weiterbildungsangeboten und Schulungen, der gerechten Verteilung von administrativen Aufgaben oder der Finanzierung von Forschungsreisen und Projekten.

Am 3. Februar 2021 wurde eine virtuelle Promovierendenvollversammlung abgehalten. Im Anschluss daran fand bis zum 10. Februar die Wahl statt – pandemiebedingt online über Ilias. „Es ist wichtig, dass wir nun aktiv geworden sind. Um diese Initiative mit Leben zu füllen, braucht die neue Vertretung weiterhin den Austausch mit anderen Promovierenden, ihre Wünsche und Ideen“, sagt Bülte, der selbst nicht zur Wahl stand.

Gewählte Mitglieder der Promovierendenvertretung sind nun Lisa Beer (FB01), Tobias Römer (FB 01), Nils Vief, (FB 03), Hannah Geibel (FB 04), Florian Gödel (FB 10), Jochen Taiber (FB 13), Morten Dittmar (FB 15), Robert Schesny (FB 16), Julia Schüer (FB 16), Maria Schnur (FB 20), Madeleine Killer (FB 20).

Hintergrund

Das Recht auf die Bildung einer Promovierendenvertretung ist in der Grundordnung der Universität verankert. Diese ist nicht stimmberechtigt, durch die Wahl wird keine neue Statusgruppe geschaffen. Eine Promovierendenvertretung hat aber das Recht, auf Antrag in den universitären Gremien gehört zu werden.

Weitere Informationen auf der Website der Promovierendenvollversammlung

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