25.10.2021 Posthume Ehrung mit Von Behring-Röntgen-Ehrenplaketten

Prof. Dr. Hans-Dieter Klenk und Prof. Dr. Dr. Henning M. Beier ausgezeichnet

Pressemitteilung der Von Behring-Röntgen-Stiftung

Die Von Behring-Röntgen-Stiftung hat am 20. Oktober im Rahmen einer Gedenkstunde in Frankfurt Prof. Dr. Hans-Dieter Klenk und Prof. Dr. Dr. Henning M. Beier posthum mit der Von Behring-Röntgen-Ehrenplakette ausgezeichnet. Die Auszeichnungen wurden in diesem Jahr erstmalig verliehen, um besondere Verdienste um die in Marburg ansässige Medizinstiftung zu würdigen.

Prof. Dr. Hans-Dieter Klenk

Der Marburger Virologe Prof. Dr. Hans-Dieter Klenk (25. Juni 1938 - 1. Juni 2021) erhielt die Ehrenplakette für sein 15-jähriges ehrenamtliches Engagement als Vizepräsident der Stiftung.

Prof. Dr. Klenk war ein national und international angesehener Experte für die Erforschung von Virusinfektionen wie Influenzaviren, das Marburg- und das Ebolavirus sowie die Entwicklung neuer Impfstoffe und antiviraler Medikamente. Auf seine Initiative hin wurde das erste deutsche Hochsicherheitslabor (Biologischer Sicherheitslevel 4) in Marburg gebaut, das bei der Erforschung und Bekämpfung von Pandemien eine entscheidende Rolle spielt und seitdem den Wissenschaftsstandort Marburg prägt.

Friedrich Bohl überreicht die Urkunde an Ulrike Klenk
Foto: Heidi Natelberg

„In seiner Funktion als Vizepräsident hat Prof. Dr. Klenk die Zusammenarbeit und den Schulterschluss der beiden medizinischen Fachbereiche in Forschung und Lehre maßgeblich gefördert“, erklärte sein Würzburger Kollege Prof. Dr. Matthias Frosch in seiner Laudatio.

Damit habe er entscheidend zur Umsetzung des Stiftungszwecks der Von Behring-Röntgen-Stiftung beigetragen, neue Perspektiven für die Hochschulmedizin der Philipps-Universität Marburg und der Justus-Liebig-Universität Gießen zu entwickeln.

Stiftungspräsident Friedrich Bohl überreichte die Ehrenplakette mit großem Dank für die besondere Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Klenk im Stiftungsvorstand an dessen Ehefrau Ulrike Klenk (Foto), die gemeinsam mit ihrem Sohn Alexander an der Feierstunde teilnahm. (Hinweis: Die auf dem Foto abgebildeten Personen sind gegen COVID-19 geimpft.)

Prof. Dr. Dr. Henning Martin Beier

Der Aachener Anatom und Reproduktionsbiologe Prof. Dr. Dr. Henning M. Beier (26. Oktober 1940 – 11. April 2021) erhielt die Von Behring-Röntgen-Ehrenplakette für sein 15-jähriges Engagement als Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Von Behring-Röntgen-Stiftung. 10 Jahre war er Vorsitzender des ehrenamtlich tätigen Gremiums aus Medizinexperten, zu dessen Aufgaben die Beratung der Stiftung in allen fachlichen Fragen gehört, insbesondere die Verwendung der Stiftungsmittel zur Forschungsförderung und die Begutachtung der Projektanträge.

Vizepräsidentin Prof. Dr. Gabriele Krombach betonte in ihrer Laudatio die große wissenschaftliche Expertise des Geehrten, dem Pionier der Reproduktionsmedizin und Wegbereiter der sogenannten künstlichen Befruchtung, der einst in Marburg studiert und promoviert hat.

Stellvertretend für ihren Ehemann nahm Dr. Karin Beier-Hellwig, die von ihrem Sohn Dr. Constantin Beier begleitet wurde, die würdevolle Auszeichnung entgegen. Die Arbeit für die Stiftung und die Ehrung mit der Von Behring-Röntgen-Ehrenplakette, die bereits im letzten Jahr beschlossen wurde, habe ihrem Ehemann sehr viel bedeutet, betonte sie.

Über die Stiftung:

Die Von Behring-Röntgen-Stiftung wurde am 8. September 2006 vom Land Hessen zur Förderung der Hochschulmedizin an der Justus-Liebig-Universität Gießen und der Philipps-Universität Marburg errichtet. Gegründet wurde die Von Behring-Röntgen-Stiftung im Zuge der Fusion der Universitätskliniken Gießen und Marburg im Jahr 2005 und der anschließenden Privatisierung 2006, mit dem Ziel, an beiden Standorten neue Perspektiven für die Hochschulmedizin zu entwickeln und zu sichern.

Neben dem Präsidenten Friedrich Bohl, Bundesminister a. D., gehört dem Stiftungsvorstand derzeit als Vizepräsidentin die Gießener Radiologin Prof. Dr. Gabriele Krombach an.

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