30.09.2026 Was bleibt. Was kommt. Ausstellung im Marburger Landgrafenschloss
500 Jahre Philipps-Universität zwischen Geschichte, Gegenwart und Zukunft
Ein Zepter, ein Siegel, eine alte Urkunde. Sie erzählen von Macht, Tradition und Wandel. Die Ausstellung „500 Jahre Universität Marburg – was von der Geschichte übrigblieb“ lädt ein, Geschichte anhand konkreter Objekte zu entdecken. Vom 15. Oktober 2026 bis zum 28. Februar 2027 sind im Landgrafenschloss historische Insignien, Urkunden und Dokumente zu sehen.
Im Mittelpunkt stehen Zepter, Siegel und Amtskette. Sie erzählen von Tradition, Macht und dem Selbstverständnis der Universität. Zu sehen sind das Gründungsprivileg, historische Zepter und Schriftstücke aus verschiedenen Jahrhunderten, darunter Zeugnisse zur Geschichte des Frauenstudiums und zur Zeit des Nationalsozialismus. Zu sehen ist auch die Nobelpreisurkunde Emil von Behrings.
Die Objekte stammen aus dem Universitätsarchiv, der Universitätsbibliothek und dem Universitätsmuseum. Neben bedeutenden Stücken gibt es auch unscheinbare Dokumente zu entdecken, die zeigen, welche Spuren fünf Jahrhunderte hinterlassen haben.
Vom Reformationsjubiläum zum Universitätsjubiläum
Die Universität ist eng mit der Reformation in Hessen verbunden. 1526 beschloss die Homberger Synode die Einführung der Reformation in der Landgrafschaft Hessen. Ein Jahr später gründete Landgraf Philipp von Hessen in Marburg die älteste protestantische Universität weltweit.
An diese Verbindung erinnert der Auftakt des Jubiläumsjahres: Am 13. Oktober startet in Homberg (Efze) eine Fahrradstaffel mit Studierenden des Collegium Philippinum. Über den neuen Radweg Philipp500 geht es über Treysa nach Marburg – vom Ort der Homberger Synode zum Ort der Universitätsgründung.
Am 14. Oktober erreicht die Fahrradstaffel Marburg. Von der Alten Universität zieht der Festzug zum Landgrafenschloss. Dort beginnt das Eröffnungsfest mit Musik studentischer DJs und Begegnung. Es richtet sich an Studierende und Beschäftigte.
Für die Öffentlichkeit beginnt das Jubiläumsjahr mit der Ausstellung. Doch das Jubiläum soll nicht bei der Rückschau stehen bleiben: Die Universität nimmt ihre Geschichte zum Anlass, sich zu öffnen, mit Stadt und Gesellschaft ins Gespräch zu kommen und den Blick nach vorn zu richten.
Auf einen Blick
Ausstellung „500 Jahre Universität Marburg – was von der Geschichte übrigblieb“
15. Oktober 2026 bis 28. Februar 2027
Museum für Kunst und Kulturgeschichte im Landgrafenschloss, Schloss 1, Marburg
Öffnungszeiten: Di–So, 10–17 Uhr
Kontakt
Katharina Schaal
Tel.: Katharina Schaal
Mail: uniarchiv@verwaltung.uni-marburg.de
Universitätsarchiv