Ein schwieriger Gedenktag?

Der 9. November in Geschichte und Erinnerung

Veranstaltungsdaten

09. November 2018 17:00

Staatsarchiv Marburg, Friedrichsplatz 15, Landgrafensaal

Die Mitgliederversammlung der Historischen Kommission fällt in diesem Jahr auf den 9. November. Wenn überhaupt Geschichte auf punktuelle Ereignisse, ja auf einzelne Tage reduziert werden kann, dann ist für die deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts der 9. November ein solcher herausgehobener Tag. Das wird besonders deutlich im Jubiläumsjahr 2018, in dem der Blick zurückgeht auf den 9. November 1918, den Zusammenbruch des Kaiserreichs, die Novemberrevolution und den Beginn der Weimarer Republik, aber auch, eng damit verbunden, das Ende des Ersten Weltkriegs. Doch Frieden und Demokratie, die großen Hoffnungen jener Zeit, sie blieben nach 1918 Illusionen – nicht nur für die Deutschen.

Das wird auch an der Geschichte des 9. Novembers selbst deutlich, der in den Jahren 1923, 1938 und 1939 für den Aufstieg, die Herrschaft und die Verbrechen des Nationalsozialismus steht. Der 9. November 1989 wiederum, als die Menschen in der DDR die Mauer zum Einsturz brachten, war ähnlich wie der 9. November 1918 ein Tag der Freiheit, der Demokratie und des Friedens. In dieser Perspektive wird der Vortrag sich mit einem schwierigen Gedenktag auseinandersetzen und die Erinnerung an den 9. November 1918 in einen weiteren Kontext stellen.

Der Eintritt ist frei!

Referierende

Prof. Dr. E. Conze

Veranstalter

Historischen Kommission für Hessen