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  • Foto: Achim Weisbrod

Mittelalterpreis

Herr Otto Kellner gründete zum Andenken an seinen Sohn, den 1964 verstorbenen Mediävisten und stellvertretenden Bundesvorsitzenden der Deutschen Jungdemokraten Dr. Wolf Erich Kellner, die "Wolf-Erich-Kellner-Gedächtnisstiftung", die seither von der Friedrich-Naumann-Stiftung verwaltet wird.

Im Jahre 1965 errichtete Otto Kellner an der Philipps-Universität Marburg die unselbständige „Wolf Erich Kellner-Stiftung“. Wolf Erich Kellner hatte 1960 an der Philipps-Universität Marburg bei Heinrich Büttner mit der Dissertation "Das Reichsstift St. Bartholomäus zu Frankfurt am Main im Spätmittelalter" (Frankfurt 1962) promoviert. Zu seinen landesgeschichtlichen Publikationen zählen "Landrecht und Landesgeschichte. Betrachtungen zu einer hessischen Rechtskarte von 1792" (Hessisches Jahrbuch für Landesgeschichte 9 [1959] S. 120-150), "Johann Philipp Chelius (1610-1683). Die Reichsstadt Wetzlar und die Anfänge ihrer Geschichtsschreibung" (Wetzlar 1962) und "Verfassungskämpfe und Staatsgerichtshof in Kurhessen" (Marburg 1965). Im Jahre 2005 hob das Präsidium der Universität die Marburger Stiftung auf. Seither werden unter größtmöglicher Berücksichtigung des Stifterwillens die bis zu diesem Zeitpunkt aufgelaufenen Mittel so lange für einen jährlich zu verleihenden Preis für eine ausgezeichnete Abschlussarbeit (Dissertation, Magister-, Master- oder Staatsexamensarbeit) in mittelalterlicher Geschichte verwendet, bis sie aufgebraucht sind. Die Mittel können durch Zuwendungen Dritter ergänzt werden.