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Exzellenz sichern, Förderfähigkeit stärken: Sex/Gender & Diversity in Antrag und (Ethik-) Begutachtung

Exzellenz in der Einwerbung von Forschungsmitteln hängt in allen Fächern zunehmend davon ab, ob Geschlechter- und Diversitätsaspekte systematisch integriert werden. Nationale und internationale Fördergeber setzen diese Aspekte zunehmend als zentralen Qualitätsfaktor in Forschung und Innovation voraus.
Die Veranstaltung am 9. März 2026 zeigte, dass es gelingt, diesen Anforderungen sowohl bei der Antragstellung als auch in der Evaluation auf nachvollziehbarer und praktikabler Weise gerecht zu werden.

Das Event, dass ausgelegt war auf Mitglieder von Begutachtungs- und Ethikgremien, bot auf zwei Ebenen Einblicke in die Integration von Gender und Diversity:

Der Vortrag einstündige Vortrag reflektierte aktuelle Entwicklungen in der Förderpolitik und verdeutlichte, wo Gender- und Diversity-Anforderungen in Anträgen, Studiendesigns und Evaluationsprozessen konkret wirksam werden. Anhand prägnanter Beispiele wurden Risiken einer unzureichenden Berücksichtigung – von verzerrten Ergebnissen bis zu problematischen Anwendungen – ebenso diskutiert wie Best-Practice-Fälle, in denen eine systematische Integration zu robusterer Forschung, innovativeren Fragestellungen und größerer internationaler Anschlussfähigkeit führte. Entlang des gesamten Forschungszyklus, von der Idee bis zur Publikation, wurden dabei umsetzbare Ansatzpunkte sichtbar.

Im anschließenden interaktiven Training erarbeiteten die Teilnehmenden gemeinsam wie Projekte strukturiert auf Sex/Gender-, Diversity- und intersektionale Dimensionen geprüft, verbessert und nachvollziehbar begründet werden können.

Die Veranstaltung zeigte: Geschlechtersensible Forschung ist kein zusätzlicher Aufwand – sondern ein zentraler Baustein für exzellente, nachhaltige und international relevante Wissenschaft.

 

Kurzbiografie der Trainerin: 

Die Trainerin und Kulturwissenschaftlerin Bettina Wülfingen, PD Dr. Dipl., ist selbst seit Jahrzehnten in der Weiterentwicklung von Gender/Diversitäts-Maßnahmen tätig und dabei interdisziplinär qualifiziert als Diplombiologin und promoviert in Public Health. Sie forscht und lehrt seit 2002 zu Sex/Gender, Diversität und Intersektionalität in den Medizin- und Naturwissenschaften sowie zu deren Wissenschaftsgeschichte und Methodologie.  
Neben Ihrer Tätigkeit als Trainerin und lizensierter Mediatorin ist sie Privatdozentin des Instituts für Kulturwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin. Sie hatte diverse Professuren in Deutschland inne und forschte international, zuletzt unter anderem an der Harvard University.
 
Zu ihrer Forschung über Sex/Gender und weitere intersektionale Dimensionen in Forschungsverbünden siehe u. a. „Big Interdisciplinarity‘: Unsettling Excellence“ in: Karen Kastenhofer (Hg.), Communities. Sociology of the Sciences Yearbook, Springer 2021, S. 263–282.

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