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Beispiele aus verschiedenen Bereichen

Dass die Berücksichtigung von Vielfältigkeitsaspekten sehr wertvoll sein kann, zeigt eine ganze Reihe anschaulicher Beispiele.

  • Medizin

    In der Medizin wird Geschlechtersensibilität im Vergleich zu anderen Disziplinen häufiger thematisiert.
    Ein Beispiel hierfür ist die unterschiedliche Reaktion von Jungen und Mädchen auf Impfungen.

  • Stadt- und Verkehrsplanung

    Aber auch in anderen Bereichen gibt es mittlerweile Erkenntnisse. Ein Beispiel aus dem Bereich Stadt- und Verkehrsplanung ist die gendersensible Stadtplanung in Wien. Gendersensible Stadtplanung bedeutet hier unter anderem, dass bei der Stadtplanung nicht nur die typische Vollzeitarbeitskraft beachtet wird, sondern versucht wird, die Lebensphasen und Lebenssituationen der gesamten Bevölkerung zu bedenken.

  • Gender Data Gap

    Der Gender Data Gap bezeichnet die Ungleichheit in der Datenerhebung und -analyse zwischen Männern und Frauen, wobei oft weniger Daten über Frauen gesammelt werden. Dies führt zu verzerrten Ergebnissen in Bereichen wie Medizin, Wirtschaft und Technologie, da weibliche Perspektiven und Bedürfnisse nicht ausreichend berücksichtigt werden. Die Folge ist eine unzureichende Berücksichtigung von Frauen in wichtigen Entscheidungsprozessen und der Entwicklung von Produkten oder Dienstleistungen.

  • Künstliche Intelligenz

    Künstliche Intelligenz gilt vielfach als objektiv, doch ihre Entscheidungen basieren auf Daten, die häufig gesellschaftliche Verzerrungen reproduzieren. Anwendungen in Bereichen wie Kreditvergabe, Spracherkennung oder medizinischer Diagnostik zeigen: Bias in Trainingsdaten führt zu struktureller Benachteiligung marginalisierter Gruppen. Eine kritische Auseinandersetzung mit Datengrundlagen, Modellarchitekturen und Diversität in Entwicklungsteams ist essenziell, um diskriminierungsfreie Systeme zu gestalten."

  • Ungleichheiten auf dem Arbeitsmarkt

    Seit 1958 haben Frauen in Deutschland wichtige Rechte am Arbeitsmarkt erlangt, doch bis heute bestehen Ungleichheiten. Unterschiede zeigen sich bei Einkommen, Karrierechancen, unbezahlter Arbeit und Rentenansprüchen.
    Geschlechterstereotype und fehlende Strukturen verstärken diese Benachteiligungen.  

  • Psychologie

    Geschlechterrollen, damit verbundene gesellschaftliche Erwartungen und Machtstrukturen können auch die psychische Gesundheit beeinträchtigen und sollten deshalb in der Psychotherapieforschung sowie -versorgung Berücksichtigung finden. Auf dem Fachtag der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) zum Thema Gender und Psychotherapie wurden Chancen und Herausforderungen einer gendersensiblen Versorgung besprochen und Impulse für ein geschlechtssensibles therapeutisches Vorgehen gegeben. 

    Ergänzend verdeutlicht ein Beitrag von Adrian Wangerin im Onlinemagazin psylife, warum eine gendersensible Perspektive in der Psychotherapie unverzichtbar ist, um Klient*innen wirklich bedarfsgerecht zu unterstützen und Vielfalt in der Behandlung zu berücksichtigen. 

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