Forschungsbereiche
Datenfusion
Kurzbeschreibung
Für eine gezielte Werbeplanung sind Kaufverhalten
und Medienkonsum von Haushalten wichtig. Diese Informationen liegen
aber i.d.R. nicht gemeinsam, sondern nur in verschiedenen Stichproben
vor. Daher versucht man, Haushalte, die in demografischen Variablen gut
übereinstimmen (sogen. Zwillinge) zu verbinden und das
Einkaufsverhalten des einen Haushalts mit dem Medienkonsum des
Zwillings zu kombinieren, um auf diese Weise einen künstlichen Haushalt
mit vollständigen Informationen zu schaffen. Aus dieser künstlichen
Stichprobe werden dann Zusammenhänge zwischen dem Werbekonsum
und dem Einkaufsverhalten abgeleitet. Mit diesem Verfahren lassen sich
die realen Zusammenhänge aber nur in Ausnahmefällen gut ermitteln. Ziel
des Projekts ist es, das Verfahren zu verbessern sowie Güteaussagen
abzuleiten.
Publikationen
- Klein; Rässler; Fleischer: Stellungnahme der Arbeitsgruppe "Fusion"
zu alternativen Techniken der Datenfusion. Unveröffentliches Gutachten
erstellt für die Gesellschaft für Konsum- und Absatzforschung e.V.
(GfK), 1998.
- Rässler; Fleischer: Aspects Concerning Data Fusion Techniques. In: ZUMA-Nachrichten, Spezial Nr. 4: Nonresponse in Survey Research, 1998, 317-333.
- Rässler; Fleischer: An Evaluation of Data Fusion Techniques. In: Proceedings of Statistics Canada Symposium 99.
Ansprechpartner
Missing Values
Kurzbeschreibung
In vielen Umfragen verweigern die Befragten entweder total oder partiell zu einzelnen Fragen eine Antwort. Auftraggeber von Umfragen verlangen aber zunehmend Datensätze, die keine Lücken aufweisen, sondern geeignet ergänzt wurden. Es gibt eine Reihe von Ergänzungstechniken, die unter bestimmten Modellannahmen gute Ergebnisse liefern sollen. Ziel ist es, solche Techniken zu evaluieren, zu verbessern und insbesondere adäquate Techniken zu finden, die in ungünstigen Fällen noch brauchbare Ergebnisse zeigen.
Ansprechpartner
Stichprobentheorie
Die Stichprobentheorie beschäftigt sich mit Verfahren zur Auswahl
von Stichproben aus i.d.R. endlichen Gesamtheiten und der
Schätzung von Kenngrößen dieser Gesamtheiten. Zur Beurteilung der Güte
solcher Schätzungen ist stets das Stichprobendesign zu beachten, also
die Kombination eines Auswahl- mit einem Schätzverfahren. Ziel der
Forschungsarbeite ist die Evaluation von Verfahren aus der
Stichprobentheorie.
Publikation
- Stichprobentheorie in neuem Gewand. In: Rechnungslegungskonzeptionen im Widerstreit. Beiträge zu den Wirtschaftswissenschaften, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Universität Leipzig. Leipziger Universitätsverlag, 2000, S. 129-148.
- Ein zweiphasiges Stichprobenverfahren zur Schätzung des Mittelwertes eines normalverteilten Merkmals. Nürnberg, 1988, Dissertation.
- Stratified Sampling Using Double Samples. Statistical Papers 31, 1990, 55-63.
- Ein zweiphasiges Stichprobenverfahren zur Schätzung des Mittelwertes eines normalverteilten Merkmals. Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik 209, 1/1992, 148-168.
- Schneeberger; Fleischer: The Multivariate Ratio Estimation. Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik 211, 5-6/1993, 524-538.
Ansprechpartner
Karlheinz Fleischer

