01.10.2009
Konstruktion und Verargumentierung von Antike in Nordamerika
Gemeinsame Tagung der Seminare für Neuere Geschichte und Alte Geschichte am 12./13. November 2009 in Marburg
Rezeptions- und Perzeptionsgeschichte ist inzwischen ein
etablierter Bestandteil einer sich selbst und ihre eigenen
Voraussetzungen reflektierenden Geschichtswissenschaft.
Insbesondere in der Alten Geschichte spielen Fragen der Rezeption
antiker Figuren und Ereignisse seit längerem eine beträchtliche Rolle.
Die Arbeitstagung knüpft an bisherige Ansätze an, richtet den Blick
aber auf ein spezielleres Phänomen: die besondere Affinität der frühen
USA zur klassischen Antike. Die Tagung bringt
Altertumswissenschaftler und Neuzeithistoriker zu einem
wissenschaftlichen Dialog zusammen, um Fragen der Antikenrezeption in
Amerika gemeinsam zu diskutieren.
Ziel der Tagung ist es, Rezeptionsvorgänge und Aneignungsprozesse besser zu verstehen und so einen wichtigen Aspekt der politischen Kultur im Amerika des 18. Jahrhunderts zu entschlüsseln. Dies ist von durchaus aktueller Bedeutung, denn die politische Sprache der Revolutionsära mit ihren antiken Anleihen wirkt durchaus nach bis in unsere Gegenwart.
Weitere Informationen finden Sie hier.
Kontakt
Dr. Ulrich NiggemannFachgebiet Neuere Geschichte
Wilhelm-Röpke-Str. 6C
35032 Marburg
Tel.: 06421 - 2824648

