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Textile trade and distribution in antiquity

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Textilhandel und Textildistribution in der Antike

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9. & 10. April 2013

Philipps-Universität Marburg


Veranstalterin: Dr. Kerstin Droß-Krüpe

 

- Tagungskonzept -

Die interdisziplinäre Tagung "Textile trade and distribution in antiquity – Textilhandel und Textildistribution in der Antike" hat zum Ziel, durch den intensiven Austausch der beteiligten Fachdisziplinen neue Wege des Erkenntnisgewinns ebenso wie gänzlich neue Fragestellungen zur Erforschung der antiken Textilökonomie zu ermöglichen. Gerade am Beispiel der Textilien ist es also möglich, Einblicke in die Funktionsweise von Warenaustausch in der Antike und damit in die antike Wirtschaft als Ganzes zu erhalten. Neben Vertretern der Fachrichtungen Alte Geschichte, Altorientalistik und Archäologie wurden daher ebenso Textilforscher/-innen und Naturwissenschaftler/-innen eingeladen, im Rahmen der Tagung Forschungsergebnisse auszutauschen und neue Forschungsansätze zu diskutieren. Weiterhin verfolgt die Tagung die Zielsetzung, Textilien zu einem festen Bestandteil geisteswissenschaftlicher Forschungen zu machen, indem sie Brücken zwischen den unterschiedlichen Disziplinen schlägt und verschiedenste methodische Vorgehensweisen heranzieht. Sowohl die Geisteswissenschaften als Ganzes als auch die Textilforschung können dabei stark von der Integration wirtschaftswissenschaftlicher und naturwissenschaftlicher Methoden profitieren – auf diese Weise können Fasern, Färbemittel, Textilfunde, Schriftquellen und ökonomische Theorien miteinander vernetzt werden, um antike Ökonomien in neuem Licht betrachten zu können.

Obwohl die antike Textilproduktion in den letzten Jahrzehnten immer größere Aufmerksamkeit erfahren hat, sind Handel und Distribution von Textilien bislang weitgehend unerforscht geblieben. Dies überrascht vor allem, da ja um die quantitative wie qualitative Beurteilung des Handels in der Antike seit Jahrzehnten in der althistorischen Forschung erbittert gerungen wird. Wie kaum eine andere Warengruppe sind Textilien für eine Untersuchung zu Warenverteilung und Handel in besonderem Maße geeignet: Textilien gehören zu den menschlichen Grundbedürfnissen, können darüber hinaus aber auch als Medien eingesetzt werden, in denen geschlechtlicher, beruflicher, sozialer oder politischer Status einer Person ihren Ausdruck findet. Daher existierte ein sehr umfassender Bedarf an Textilien der unterschiedlichsten Qualitätsstufen. Darüber hinaus eignen sich Textilien für den Transport auch über weite Distanzen in besonderem Maße, weisen sie doch einen geringen Transportwiderstand auf. Neben dem fertigen Gewand sind außerdem quasi alle Produktionsstufen verhandelbar – sowohl Rohwolle als auch versponnenes Garn und auch einige Farbstoffe wie Purpur lassen sich auf den bekannten und gut ausgebauten Routen – insbesondere während der römischen Kaiserzeit – relativ unkompliziert verhandeln.

Im Rahmen dieser Tagung wird daher angestrebt, den Handel mit Textilien von möglichst vielen Seiten zu beleuchten; die griechisch-römischen Quellen und die indigenen Quellen der Gebiete außerhalb der "östlichen Welt", antike Texte stehen gleichberechtigt neben archäologischen Funden und naturwissenschaftlichen Analysemethoden. Neben dem eigentlichen Warenaustausch im engeren Sinne spielen ebenso Überlegungen zu vermutbaren Absatz- und Beschaffungsmärkten, Transportwegen, Warenpreisen und involvierten Akteuren (Institutionen) sowie die Frage nach dem mit all diesen Aspekten einhergehenden Technologie- und Kulturtransfer eine entscheidende Rolle.

Veranstaltungssprachen sind Englisch und Deutsch. Die Registrierung ist bereits möglich. Bitte melden Sie sich formlos unter textiletrade2013@staff.uni-marburg.de an. Nähere Informationen ergehen dann per Mail. Die Tagung ist öffentlich, eine Tagungsgebühr wird nicht erhoben.

Die Tagung wird gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), dem Pasold Research Fund sowie der Marburger Universitätsstiftung und dem Ursula-Kuhlmann-Fonds.



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Zuletzt aktualisiert: 08.03.2013 · dross

 
 
 
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Tel. 06421/28-24623, Fax 06421/28-24927, E-Mail: altegesc@staff.uni-marburg.de

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