12.01.2010
Arbeit und Willensfreiheit im Mittelalter
Neuerscheinung einer Studie von Professor Dr. Verena Postel
Welche Vorstellungen verbanden sich für
Menschen des Mittelalters mit Arbeit? War sie im theozentrischen
Weltbild der Zeit allein Sündenstrafe für den verdorbenen Menschen oder
konnte er sich durch Arbeit den Weg zum Heil verdienen?
Waren die Menschen allein von Gottes Gnade abhängig, wollten sie das ewige Leben erreichen, oder konnten sie durch eigene Leistung dazu beitragen? Welche Rolle spielte in diesem Zusammenhang die menschliche Willensfreiheit, der freiwillige Entschluss, etwas zu leisten?
Vergab Gott das Heil unabhängig von der
Leistung der Menschen im Diesseits oder honorierte er
Verdienste?
Die mentalitätsgeschichtliche Studie zur
mittelalterlichen Arbeitsethik wendet sich dieser
philosophisch-theologischen Diskussion um die Gnadenlehre und deren
Auswirkungen auf die Bewertung von Arbeit und Leistung des Menschen im
Diesseits zu. Anhand ausgewählter Textzeugen von Augustin bis Thomas
von Aquin erörtert die Autorin die anthropologische Grundfrage nach dem
Vorhandensein einer menschlichen Willensfreiheit und deren Auswirkungen
auf die Arbeitsethik.
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Institut für mittelalalterliche Geschichte
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