05.02.2019 "Numismatik und Geldgeschichte" online verfügbar

„Kleinen“ Fächern, die an vielen Hochschulstandorten kaum noch im Lehrprogramm vertreten sind, helfen konzise Werke zum „Anlesen“. Der 1792 gegründete Verlag Hahnsche Buchhandlung hatte hierzu eine Reihe von Studienbüchern für die Historischen Hilfswissenschaften in seinem Programm.

Die frühere „Münzkunde“ von 2009 erschien 2015 als erweiterte Neubearbeitung. Seit dem Ende des Jahres 2016, mit dem das traditionelle Verlagsgeschäft endete, ist sie nicht mehr im Handel erhältlich. Um den aus seiner Lehrtätigkeit erwachsenen Titel verfügbar zu halten, hat Professor Niklot Klüßendorf jetzt das Buch über eine „Creative Commons“ Lizenz freigegeben. Seit dem 1. Februar 2019 steht es in einer Zweitauflage als E-Book auf dem Server der Philipps-Universität zur Verfügung.

Dargelegt wird zunächst der numismatische Part im „Konzert“ der Historischen Hilfswissenschaften, epochenübergreifend werden Grundbegriffe behandelt. Damit werden Wege aufgezeigt für Historiker, die Münzen verstehen wollen und auf dieser Basis in den allgemeinen Part des Faches streben: die Geldgeschichte. Im Spannungsfeld von „Münze“ und „Währung“, die zweierlei sind, konkreter Gegenstand und abstrakter Begriff, zieht der Überblick einen Bogen von den Reformen der Karolinger bis zum Euro. In einem interdisziplinären Ansatz wird das Potential der Numismatik, in die Allgemeine Geschichte zu wirken, demonstriert: „Geld ist überall“ –  im Denken des Menschen sogar dann, wenn er keins hat.

Niklot Klüßendorf, Numismatik und Geldgeschichte: Basiswissen für Mittelalter und Neuzeit, Peine (Verlag Hahnsche Buchhandlung) 2015, ISBN 978-3-7752-5968-2, 136 S., 42 Abb. [https://archiv.ub.uni-marburg.de/es/2019/0004].

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