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Sanherib: Die Selbstinszenierung eines Weltherrschers und was davon bleibt
Das Beispiel der Elisabethkirche zeigt: prächtige Bauten, die die Zeit überdauern, verleihen ihrem Patron/ihrer Patronin einen exponierten Platz in der Geschichte. Für den Historiker ist die Quellenlage ein wichtiger Aspekt, der seine Wahrnehmung der Vergangenheit prägt. Der neuassyrische König Sanherib (704-681 v. Chr.) verstand es, sich in Szene zu setzen. Viele seiner Inschriften, Reliefs, sowie Überreste seiner Bauwerke sind bis heute zu sehen. Trotzdem urteilten spätere Generationen nicht immer so über ihn, wie er es gewollt haben würde. Was bleibt also wirklich? Der Blick auf vergangene Ereignisse ermöglicht eine Antwort im Rahmen der verfügbaren Evidenz. Welche Lehren lassen sich daraus für unsere Gesellschaft ziehen? Welches Bild, welche Werte wünschen wir uns zukünftigen Generationen zu vermitteln? Was soll von unserer Philipps-Universität überdauern? Entscheidungen, die wir heute treffen, haben Einfluss auf unsere Zukunft. Der Vortrag möchte dazu aufrufen, sich unserer Verantwortung für die Zukunft als gegenwärtige Entscheidungsträger wieder neu bewusst zu werden.
Veranstaltungsdaten
26. Oktober 2026 18:00 – 26. Oktober 2026 20:00
Termin herunterladen (.ics)
Vortragsraum der UB B008 (00/2080)
Die Ringvorlesung des MCAW bringt im Wintersemester 2026/27 unter dem Titel "EXponiert – Antike Kulturen im Gespräch mit der Gegenwart" viele Fächer, Disziplinen und Forschende zusammen. Sachen können ebenso exponiert sein wie Menschen, Objekte ebenso wie Subjekte, mithin sogar räumliche und bauliche Dispositionen. „EXponiert!“ verbindet textlastigere Disziplinen und Fächer mit jenen, die sich eher den materiellen Hinterlassenschaften der Vergangenheit verpflichtet fühlen und universitäre Sammlungen oder Objekte kuratieren.
Mehr Informationen: https://www.uni-marburg.de/de/mcaw/ringvorlesung/exponiert-antike-kulturen-im-gespraech-mit-der-gegenwart
Referierende
Johannes Dams, M.A. (Altorientalistik)
Veranstalter
Beate Böhlendorf-Arslan, Susanne Görke, Nils P. Heeßel, Florian Krüpe, Félix Teichner
Kontakt
Dr. Florian Krüpe