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Fürstenehe und Interessen

Die dynastische Ehe der Frühen Neuzeit in zeitgenössischer Traktatliteratur und politischer Praxis am Beispiel Hessen-Kassels

Veranstaltungsdaten

12. April 2018 19:00

Staatsarchiv Marburg (Landgrafensaal)

Buchpräsentation, Lesung und Diskussion

Der Historiker Philip Haas geht in seiner kürzlich in der Reihe »Quellen und Forschungen zur hessischen Geschichte« erschienenen Studie der Frage nach, welchen konkreten Zielsetzungen die frühneuzeitliche dynastische Ehepolitik dienen sollte und tatsächlich diente. Anhand juristischer, politik- und zeremonialwissenschaftlicher Traktate rekonstruiert der Autor die diesbezüglichen Begrifflichkeiten und Denkweisen der Zeitgenossen und zeigt am Beispiel der weitgespannten und ehrgeizigen  Heiratspolitik Hessen-Kassels im 17. und 18. Jahrhundert auf, welche konkreten politischen, konfessionellen, ökonomischen und repräsentativen Erwägungen bei Eheschließungen eine Rolle spielten und welche Interessenkonstellationen und -kollisionen sich dabei ergaben. Durch die innovative Verknüpfung von Theorie und politischer Praxis werden die Leitlinien der landgräflichen Ehepolitik und das Konzept von Staatsinteressen und Staatsheiraten erstmals deutlich herausgearbeitet.

Referierende

Dr. Philip Haas

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