Vanessa Prattes hat nach dem Master der Zeitgeschichte und Medien an der Universität Wien, zunächst als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Geschichte der Neuzeit der Universität Halle-Wittenberg gearbeitet, bevor sie an die Universität Marburg wechselte. Neben ihrem Studium arbeitete sie als Praktikantin und freie Autorin für die SZ, TAZ und zeitgeschichte-online. Unter der Leitung von Prof.'in Christina Brüning realisiert sie ihr Promotionsprojekt zur Reproduktion der Befreiungsbilder in medialen und popkulturellen Bildmontagen wie Memes. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Public History und Antisemitismusforschung.
Publikationen:
Vanessa Prattes/ Tom Saborowski, Der Ukraine-Krieg in den Sozialen Medien. Begegnungen, Erfahrungen mit Instagram, YouTube und TikTok. In: Medien & Zeit, 1/2023, S.48-63.
Vanessa Prattes, "Inzidenz bei 1933" Visuelle Inszenierungs- und Emotionalisierungsstrategien des Opfer- und Widerstandsmythos in der "Querdenker*innen-Bewegung". Zeitschrift für Kultur- und Kollektivwissenschaften, 9, Nr.1, 2023.
Vanessa Prattes„ Create a meme #concentration camp“ – wie historische Aufnahmen aus Konzentrationslagern Juden und Jüdinnen als „Moralisch-Andere“ in Memes etablieren. In: Memes. Ein interdisziplinärer Sammelband (erscheint Ende 2024 im transcript-Verlag).
Clara Wahl beendete 2023 ihr erstes Staatsexamen an der Philipps-Universität Marburg mit den Fächern Geschichte und Politik/Wirtschaft. Während des Studiums arbeitete Clara als Studentische Hilfskraft am Lehrstuhl der Didaktik der Geschichte bei Professorin Brüning. Sie arbeitet aktuell als Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt „Anti-Schwarzen-Rassismus (ASR) vor, während und nach dem Nationalsozialismus – eine partizipative Erinnerungsintervention“, welches anhand von Biografien Schwarzer Menschen rassistische Kontinuitätslinien didaktisch und wissenschaftlich aufbereiten möchte. Ihr Dissertationsprojekt „Wie wollen wir erinnern? Inklusives Erinnern in der postmigrantischen Gesellschaft zur Gedenkstättenlandschaft in der Bundesrepublik Deutschland“ (Arbeitstitel) baut auf den Befunden ihrer Staatsexamensarbeit zum Thema multidirektionale Erinnerung in der Gedenkstättenlandschaft auf und soll die Wirkungsmechanismen von inklusiver Erinnerung bei Besucher*innen von KZ-Gedenkstätten erforschen. Im Sommersemester 2024 leitete Clara zusammen mit ihrer Kollegin Jasmin Blunt das Seminar „Public history: Anti-Schwarzen-Rassismus vor, während und nach dem Nationalsozialismus“.
Forschungsinteressen: - Multidirektionales und inklusives Erinnern - Holocaust und Genocide Education - Gedenkstättenpädagogik
Publikationen
Scheidt, Paul; Wahl, Clara (i.E.): „[Sich] dem Erbe der weißen Vorherrschaft stellen. Über Chancen und Probleme multidirektionaler Zugangsweisen in einer postkolonialen Bildung“, in: Lange, Dirk; Kleinschmidt, Malte; Klierot, Lara (Hsg.): Dekolonialität in der Politischen Bildung. Wiesbaden: Springer Fachmedien. Scheidt, Paul; Wahl, Clara (2023): Von Windhuk über Auschwitz nach Happyland? Vom schwierigen Verhältnis kolonialer Verflechtungen an den Nationalsozialismus, in: POLIS 2/2023, S.17-19.