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MA Deutsch als Fremdsprache: Studieninhalte

Ihr Weg zur Lehrqualifikation in Deutsch als Fremdsprache ist auf vier Säulen aufgebaut und wird durch eigenes Fremdsprachenlernen sowie die Bereiche Lehrmaterialanalyse und -erstellung, Unterrichtsplanung und - gestaltung und Unterrichtsinteraktion und -forschung ergänzt. Komplettiert wird ihr Studium durch das Unterrichtspraktikum sowie natürlich der dazugehörigen Masterarbeit und Abschlussprüfung.

  • Angewandte Linguistik

    Die erste Säule umfasst eine solide sprachwissenschaftliche Ausbildung. In dieser lernen Sie, wie die deutsche Sprache beschrieben werden kann. Denn Sie müssen die deutsche Sprache gut kennen, um Nicht-Muttersprachler unterrichten zu können. Gerade deswegen besteht dieser Bereich nicht nur aus einer theoretischen Vorbereitung, sondern aus:

    • der Auseinandersetzung mit Fragen der Angewandten Linguistik,
    • der Grammatikbeschreibung und -vermittlung und
    • der Phonetik des Deutschen
  • Literatur- und Kulturwissenschaft

    Die zweite Säule bezieht sich auf das kulturreflexive Lernen und die Literaturvermittlung. Das Fremdsprachenlernen bedeutet nämlich nicht nur die Beschäftigung mit Grammatik, Vokabeln und Fertigkeiten. Sie sollten auch Interesse für die Kultur des Zielsprachenlandes haben und die Fähigkeit mitbringen, mit kulturellen Unterschieden umzugehen.

    Ebenso sind literarische Texte als faszinierende kulturelle Zeitzeugen eine unverzichtbare Quelle für spannende Unterrichtsstunden. In diesem Bereich erhalten Sie u.a. Antworten auf diese Fragen:

    • Wie integriere ich aktuelle kulturwissenschaftliche Ansätze auf anregende Art, z.B. mit digitalen Medien, in meinen Sprachunterricht?
    • Wie kann ich literarische Texte so aufarbeiten, dass in den Lernenden die Lust am Weiterlesen entsteht und sie gleichzeitig ihre Sprachkompetenz ausbauen?
  • Sprachlehr- und lernforschung

    Die dritte Säule umfasst die Bereiche Sprachlehr- und lernforschung. Hier beschäftigen Sie sich u.a. mit folgenden Fragen:

    • Welche Lerntypen gibt es, und wie kann ich sie in meinem Unterricht berücksichtigen?
    • Wie lernen Menschen überhaupt Sprachen, ja wie speichert das Gehirn (Fremd-)Sprachen?

    Diese Säule führt also hinter die Kulisse von sprachlichen Produktionsprozessen. Zudem sollen die Studierenden durch den Zugang zu authentischen Unterrichtskontexten eigene Forschungsvorhaben auf dem Gebiet der Unterrichtsforschung durchführen.

  • Methodik und Didaktik

    Die vierte Säule umfasst die Bereiche Methodik und Didaktik. Dort beschäftigen Sie sich u.a. mit den folgenden Fragen:

    Nach welchen methodischen Prinzipien kann ich unterrichten?
    Welche Unterrichtsmethode erzielt für meine Zielgruppe die besten Ergebnisse?
    Wie erstelle ich eigene Unterrichtssequenzen nach aktuellen didaktisch-methodischen Prinzipien? 

  • Unterrichtspraxis in Ihrem Studium

    Theorie ohne Praxis kann nicht optimal auf den Lehrendenberuf vorbereiten. Deswegen bietet Ihnen unser Master zusätzlich drei unterrichtspraktische Module (Unterrichtsplanung DaFZ, Unterrichtspraktikum DaFZ und Unterrichtsinteraktion DaFZ). Der Praxisbereich vermittelt die zum Unterrichten benötigten praktischen Fertigkeiten, sowohl für die Planung als auch für die Durchführung des Unterrichts. Die Kombination von systematischer Unterrichtsbeobachtung, eigener Unterrichtserfahrung, kritischer Reflexion und Optimierung von unterrichtlichem Handeln soll die Studierenden auf die praktischen Herausforderungen des Berufs als DaF-Lehrperson vorbereiten. 

  • Eigene Schwerpunkte

    Einen zusätzlichen Schwerpunkt können Sie schließlich im Rahmen der Wahlpflichtmodule selbst setzen. Sie können aus folgenden Profilbereichen wählen: Profilbereich A: Medien und Materialien, Profilbereich B: Sprachbildung in der Migrationsgesellschaft, Profilbereich C: Linguistik, Profilbereich D: Globale Perspektiven.

    Im Profilbereich A „Medien und Materialien“ können die Studierenden ihr Wissen in praxisbezogenen Themengebieten des Deutschen als Fremd- und Zweitsprache vertiefen, insbesondere auf dem Gebiet der digitalen Medien sowie der Lehrmaterialanalyse und -erstellung.

    Zum anderen können sich die Studierenden im Profilbereich B „Sprachbildung in der Migrationsgesellschaft“ auf dem Gebiet des DaFZ-Unterrichs mit gleichzeitiger Alphabetisierung, des fach- und sprachenintegrierten Lernens sowie der sprachlichen Bildung in der Migrationsgesellschaft spezialisieren.

    Im Profilbereich C "Linguistik" können sich die Studierenden aktuelle sprachwissenschaftliche Perspektiven erschließen, speziell aus Themenbereichen der Diskurslinguistik, der Wissenschaftskommunikation oder der Mehrsprachigkeitsforschung.

    Der Profilbereich D „Globale Perspektiven“ bietet die Möglichkeit, im Rahmen eines Auslandsaufenthalts internationale und interkulturelle Sozial- und Handlungskompetenzen auszubauen und fachbezogene Fragestellungen im interdisziplinären Kontext zu reflektieren.