13.07.2020 Hessische Hochschulen stark in Konsortien der NFDI vertreten

Die HeFDI-Hochschulen haben sich als wesentliche Mitgestalter der bisher bewilligten NFDI-Konsortien positioniert. Dies ist auch ein Erfolg der Kooperation in der Landesinitiative HeFDI.

Grafik: Colourbox.de

Die an den Hessischen Forschungsdateninfrastrukturen - HeFDI - beteiligten Hochschulen konnten in der ersten Runde der Ausschreibung der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) gleich mehrere Erfolge verzeichnen: Für drei der neun geförderten Konsortien zeichnen HeFDI-Partner als Mitantragsteller verantwortlich. Darüber hinaus sind hessische Hochschulen als Beteiligte in insgesamt vier bewilligten Konsortien involviert. Die HeFDI-Hochschulen tragen damit dazu bei, einerseits ihre Services und andererseits ihre Forschungscommunities in nationale Prozesse einzubringen, um von den dortigen Entwicklungen zu profitieren, indem etwa Forschungsdaten oder Analyseinstrumente für die Wissenschaft in Hessen verfügbar gemacht werden. HeFDI stärkt damit den Wissenschaftsstandort Hessen durch die starke Beteiligung der hessischen Hochschulen und damit die Schaffung einer Schnittstelle zur NFDI. Auch in den nächsten Ausschreibungsrunden bewerben sich Konsortien, die von HeFDI-Partnern vorangetrieben und unterstützt werden.


„HeFDI hat als Landesinitiative das Entstehen von NFDI-Konsortien stark unterstützt. Umso mehr freuen wir uns über den Erfolg, gleich drei Konsortien mitgestalten zu können. Das ist ein Ergebnis unseres kooperativen Ansatzes, der Forschungsdatenmanagement immer unter einer stark fachwissenschaftlichen Perspektive weiterentwickelt”, sagt Prof. Dr. Thomas Nauss, Leiter von HeFDI und Vizepräsident für Informationsmanagement der Philipps-Universität Marburg. Nauss betont: „Für die Forschenden an hessischen Hochschulen ist der Zugang zu Forschungsdaten und ihre Publikation ein wichtiges Element guter wissenschaftlicher Praxis und herausragender Forschung. HeFDI unterstützt sie dabei, jetzt auch durch die direkte Verbindung zu  NFDI-Konsortien.”


Am 26. Juni 2020 hat die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) auf Grundlage der Förderempfehlung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) die Förderung von neun Konsortien beschlossen, die künftig Teil der NFDI sein werden. Für den Aufbau der NFDI stehen pro Jahr bis zu 90 Millionen Euro von Bund und Ländern bereit.

In zwei weiteren Runden in den Jahren 2020 und 2021 wird weiteren Konsortien die Möglichkeit gegeben, sich auf die Förderung zu bewerben. Letztlich soll die NFDI aus bis zu 30 Konsortien bestehen, die sich über alle wissenschaftlichen Disziplinen verteilen.


Am Konsortium NFDI4Culture ist die Philipps-Universität Marburg als Mitantragsstellerin beteiligt. Ziel von NFDI4Culture ist der Aufbau einer bedarfsorientierten Infrastruktur für Forschungsdaten zu materiellen und immateriellen Kulturgütern. Bislang existiert auf nationaler Ebene noch keine Struktur, die sich um eine nachhaltige Sicherung, Standardisierung und Bereitstellung von Forschungsdaten des kulturellen Erbes bemüht. NFDI4Culture will diese Lücke schließen. Das Konsortium adressiert die Bedarfe eines breiten Spektrums an Fachdisziplinen von der Architektur, Kunst-, Musik- bis hin zur Theater-, Tanz-, Film- und Medienwissenschaft. (https://www.nfdi4culture.de)

Bei NFDI4Ing ist die Technische Universität Darmstadt Mitantragsstellerin. In NFDI4Ing sind die Ingenieurwissenschaften versammelt. NFDI4Ing etabliert Dienste, um der Community ein nahtloses Nachvollziehen des Forschungsprozesses und einen leichten Zugang zu Forschungsdaten nach den FAIR-Prinzipien zu ermöglichen. Weiterhin sind die Hochschule Darmstadt, die Hochschule RheinMain, die Justus-Liebig Universität Gießen sowie die Hochschule Fulda beteiligt. (https://www.nfdi4ing.de)

Am Konsortium NFDI4BioDiversity sind die Philipps-Universität Marburg und die Justus-Liebig-Universität Gießen als Mitantragstellerinnen beteiligt. NFDI4BioDiversity richtet seinen Fokus auf Daten zu Biodiversität, Umwelt und Ökologie. Ziel des Konsortiums ist es, Community-Standards, Qualitätsmanagement und Dokumentation sowie die Harmonisierung und Synthese heterogener Daten zu fördern, um Forschung zu Biodiversität zu unterstützen. Dazu zählt auch die proaktive Ermunterung der Datennutzenden zum Aufbau einer koordinierten Datenmanagementplattform für alle Arten von Biodiversitätsdaten als feststehender, Mehrwert generierender Dienst für alle Nutzenden der NFDI. Weiterhin ist die Goethe-Universität beteiligt. (https://www.nfdi4biodiversity.de)

Weitere Informationen zur Beteiligung der HeFDI-Hochschulen an bewilligten und weiteren geplanten NFDI-Konsortien erhalten Sie hier .

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