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Trommsdorff-Sammlung

Bücherregal mit Büchern des 19. Jahrhunderts
Foto: Gerlacht-Riehl

Das im Jahr 1965 entstandene Institut für Geschichte der Pharmazie der Philipps-Universität Marburg ist das einzige seiner Art im deutschsprachigen Raum. Die Bibliothek des Institutes umfasst ca. 20.000 Bände mit wertvoller Literatur aus dem 18. und 19. Jahrhundert, Pharmakopöen (Arzneibücher) und Zeitschriften. Eine Besonderheit innerhalb der Bibliothek bildet die separat aufgestellte „Trommsdorff-Sammlung“ aus dem Nachlass des Erfurter Apothekers und Professors Johann Bartholomäus Trommsdorff (1770-1837), die einen einmaligen Bücher- und Zeitschriftenbestand zur Geschichte der Pharmazie an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert enthält. Sie ermöglicht Studien zur Entwicklung der Apotheker- und Chemiker-Ausbildung, zum Zeitschriftenwesen und zu chemisch-pharmazeutischen Forschungen im 18. und 19. Jahrhundert. Zudem konnte im Jahr 2011 mit Mitteln des Fördervereins des Institutes für Geschichte der Pharmazie ein Nachlass des in Marburg von 1805 bis zu seinem Tode wirkenden Chemie-Professors Ferdinand Wurzer (1765-1844) erworben werden, der zahlreiche Briefe sowie handschriftliche Manuskripte umfasst und wissenschaftlich bearbeitet wird. Durch zahlreiche Dissertationen und Forschungsprojekte gewinnt die Sammlung durch ihre Möglichkeiten zur Aufarbeitung der Fachkultur zu Zeiten Trommsdorfs sowie durch den ergänzenden Bestand eine gewisse fortdauernde wissenschaftliche Relevanz und wird regelmäßig frequentiert.