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Wissenschaftliche Projektbegleitung MarSkills
Die inhaltliche, formale und strukturelle Gestaltung sowie Verankerung des MarSkills Studienbereichs wurde wissenschaftlich und evaluativ begleitet. Inhalt waren u.a. die Untersuchung der theoretischen Ansprüche, deren praktische Überführungen und die Wirksamkeit einzelner Projektmaßnahmen.
Damit verbunden war das Ziel, valide Vorschläge für eine umfängliche Weiterentwicklung bzw. Optimierung des MarSkills Studienbereiches zu formulieren.
Im Zentrum standen eine grundlagenorientierte Forschung sowie Analysen zu den inhaltlichen, praktischen und strukturellen Umsetzungen bzw. Verankerungen dieser Ziele in Universität, Studium und Lehre. Einen Beitrag dazu leisteten kontinuierliche Evaluationen, u.a. mit dem Ziel einer Identifizierung von Bewertungsmustern und Optimierungspotentialen.
Forschung
Die Forschung fokussierte u.a. die normative Bestimmung eines universitären Bildungsbegriffs (in Form von Bildungszielen), der den Ansprüchen des MarSkills Studienbereichs Rechnung tragen sollte. Grundlage war das Verständnis
- eines disziplinübergreifenden Erfahrungs- und Übungsraums zur umfassenden Förderung der Persönlichkeit i.S. einer Bildung durch Wissenschaft,
- einer inter- und transdisziplinären und für einen kritischen Austausch etablierten Plattform, die zur Mitgestaltung anregen soll,
- die auf dem Arbeitsmarkt als zentral geltenden Kompetenzen zu vermitteln bzw. zu erwerben,
- Wissenschaft hinsichtlich einer gesellschaftlichen Verknüpfung weiterzudenken und zu entwickeln.
Kompetenzmodell
Diese normative Zielbestimmung wurde in ein dazugehöriges Kompetenzmodell integriert, das sich am Hochschulqualifikationsrahmen von 2017 orientiert. Es zerfällt in personale Kompetenzen (1), Sach- und Methodenkompetenzen (2) sowie soziale und gesellschaftsbezogene Kompetenzen (3).
Neben theoretischen Überlegungen, die den Versuch klarer Definitionen, analytischer Betrachtungen und Perspektivenwechsel beinhalten, geht es auch um praktische Umsetzungen und deren Wirkungsbetrachtung. Einen zentralen Beitrag zum Kompetenzmodell und für die Begleitforschung des Projekts und Studienbereichs MarSkills bietet die Promotion von David Piesk: Er blickt auf den Zusammenhang von Schlüsselkompetenzen und universitären Bildungszielen unter Berücksichtigung aktueller Future Skills-Konzepte.
Die Begleitforschung des Projekts MarSkills stand in enger Zusammenarbeit mit der wissenschaftlichen Community – bspw. im „Fachausschuss Future Skills“ und dem Stifterverband – und veröffentlichte diverse Tagungsbeiträge im In- und Ausland. Im Kontext verschiedener Veröffentlichungen des Projekts MarSkills, etwa mittels einer eigenen Heftreihe, wurden theoretische, methodische, strukturelle und didaktische Ansätze und Befunde publik gemacht.
Evaluation
Im Rahmen der evaluativen Begleitung des Projekts wurden strukturelle Weiterentwicklungspotentiale des Studienbereichs und der einzelnen Maßnahmen auf der Basis regelmäßiger Evaluationen identifiziert. Auf diese Weise konnte die Qualität der curricularen Einbindung der MarSkills Module -wie des Marburg Moduls - sichergestellt und die Zufriedenheit der Studierenden mit dem vorhandenen Lehrangebot überprüft werden. Die Evaluation des Projekts bildete eine Schnittstelle zum Referat Qualitätssicherung in Studiengängen (QSS) der UMR.