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Willkommen in der Völkerkundlichen Sammlung


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Goldgewichte, Ashanti, Ghana


 

Die Völkerkundliche Sammlung


Die Völkerkundliche Sammlung ist Teil des Fachgebiets Kultur- und Sozialanthropologie des Instituts für Vergleichende Kulturforschung der Philipps-Universität Marburg. Sie stellt einen wichtigen Bereich von Lehre und Forschung dar und hat darüber hinaus einen festen Platz in der Marburger Museumslandschaft.

Etwa 5000 ethnografische Objekte aus aller Welt sind im Magazin in der Rudolf-Bultmann-Straße untergebracht. Ein dort eingerichteter Schauraum erlaubt einen Einblick in die Vielfalt der Sammlung und präsentiert einige ihrer Highlights. Hier befindet sich auch ein Seminarraum für sammlungsbezogene Lehrveranstaltungen.

Außerdem finden im Gebäude des Fachgebiets Kultur- und Sozialanthropologie (Deutschhausstraße) Wechselausstellungen und Fotoausstellungen statt, die unter Mitwirkung von Studierenden entstehen.

Ein wichtiger Bestandteil der Sammlung ist der Nachlass des Südamerikaforschers Theodor Koch-Grünberg (1872-1924). 

In den Magazinräumen der Völkerkundlichen Sammlung haben bisher über 6000 Objekte und Bilder aus allen Teilen der Welt ihren Platz gefunden. Die meisten Objekte kommen aus Südamerika und Afrika.

Als Lehrsammlung des Fachgebiets Kultur- und Sozialanthropologie dient die Völkerkundliche Sammlung unter anderem dazu, Studierende in der Museumsarbeit auszubilden. Im Rahmen von Seminaren und in eigenständiger Arbeit wird ihnen der Umgang mit ethnographischen Objekten vermittelt.

 

 


Öffnungszeiten Fachgebiet Kultur- und Sozialanthropologie


Sekretariat
Deutschhausstr. 3, Raum A 004
Bibliothek
Deutschhausstr. 3, Foyer
Völkerkundliche Sammlung
Rudolf-Bultmann-Str. 4a
(Alte Wäscherei)

Öffnungszeiten:     
Mo, Di und Do 10 - 12 Uhr

Öffnungszeiten in der vorlesungsfreien Zeit
(18.7.-14.10.2016):
Di und Mi 10 - 12 Uhr

Vom 1.-19.8.2016 ist das Sekretariat
geschlossen!


Aktuelle Öffnungszeiten entnehmen Sie bitte  
hier.

Die Öffnungszeiten der Ausstellung in der Deutschhausstraße 3 sind 

Montag – Freitag 9.00 – 16.00 Uhr.


Während Ferienzeiten des Instituts bleibt die Ausstellung geschlossen. Führungen finden auf Anfrage statt.

Die Besichtigung der Sammlung ist nach Terminvereinbarung mit Dr. Dagmar Schweitzer de Palacios möglich. 

Zugang zum Nachlass Theodor Koch-Grünberg ist Mittwochs von 10.30 – 13.00 Uhr ebenfalls nach Voranmeldung möglich.




 


Geschichte der Marburger Völkerkundlichen Sammlung

Die Geschichte des Fachgebiets und der Völkerkundlichen Sammlung sind in Marburg eng miteinander verbunden. Die Voraussetzungen für eine Sammlung in Marburg wurden in den 1920er Jahren geschaffen, als innerhalb der Geographie mit dem Anlegen einer ethnologisch orientierten Sammlung begonnen wurde.

1929 trafen erste Sammlungsgegenstände in Form von Leihgaben aus dem Berliner Völkerkundemuseum in Marburg ein.

In den 1950ern kam es unter Martin Block (1891-1972), der die erste Völkerkunde-Professur in Marburg innehatte, zu einer Institutionalisierung der Völkerkundlichen Sammlung als eigenständige universitäre Einrichtung. Als solche wurde sie erstmals im Vorlesungsverzeichnis des Sommersemesters 1958 erwähnt. Durch Zukäufe und Schenkungen wurde der damalige Bestand von etwa 600 Objekten fortlaufend ergänzt.

Mit der Übernahme der Lehrtätigkeit durch Horst Nachtigall von 1963 bis 1988 wurde die Völkerkundliche Sammlung zum Völkerkundlichen Seminar erweitert und durch Lehrbetrieb ergänzt.

Nach mehreren Umzügen fanden Sammlung und Seminar im Oktober 1971 im Kugelhaus ein neues Zuhause und bekamen auch eigene Ausstellungsräume. Dort wurden 1979 die Bestände das erste Mal der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

2014 wurde der Standort des Instituts in die aktuellen Räumlichkeiten verlegt.



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Magazinraum Amerika, Tonfiguren der Purhépecha, Mexiko
 

Ruanda gezeichnet Plakat

Ruanda gezeichnet Plakat
Größe:: 49.1 kB
 
Tonfigur Kabemba
Tonfigur der Kambeba, Nordwest-Brasilien


Bestand der Marburger Völkerkundlichen Sammlung

Die Völkerkundliche Sammlung der Philipps-Universität setzt sich aus verschiedenen Teilsammlungen von Ethnologen oder privaten Sammlern zusammen. Zu nennen sind die Ethnografika aus der Sammlung Nassauischer Altertümer (Wiesbaden) mit einer Sektion von sehr bedeutenden Ägyptiaca, die Sammlung der Canela aus Brasilien, die Sammlung der Aché aus Paraguay und Brasilien, die Sammlung von Plastiken und Bildern aus Sierra Leone, die Yoruba-Sammlung aus Nigeria, die Sammlung von Altären aus Süd- und Mittelamerika sowie Westafrika, und der wissenschaftliche Nachlass von Theodor Koch-Grünberg.

 

Die Objekte sind insgesamt in neun regionale Sektionen geordnet. Am stärksten vertreten sind die Sektionen Südamerika mit 1640 Objekten und Afrika mit 1400 Objekten. Asien (320 Objekte) ist vorwiegend durch Japan und China repräsentiert. Auch Ozeanien (660 Objekte), Indonesien (306) und Mittelamerika (212) halten starke Anteile an der Sammlung, während Objekte aus Nordamerika (36) sowie aus Europa (51) und Australien (49) in geringeren Zahlen vorhanden sind. Außerdem sind über 12000 Bildträger vorhanden.

Kleine Kalebasse Canela
Kleine Kalebasse der Canela, Nordost-Brasilien
 
     

 

Nachlass Theodor Koch-Grünberg

 

Theodor Koch (1872-1924) aus dem nahegelegenen hessischen Ort Grünberg unternahm Anfang des 20. Jahrhunderts mehrere Forschungsreisen nach Südamerika, bis er 1924 auf seiner vierten Reise starb.

Sein wissenschaftlicher Nachlass ist 1999 von seinen Kindern der Völkerkundlichen Sammlung übergeben worden. Kernstück dieses Nachlasses bilden die Korrespondenzen zwischen 1898 und 1924 und die Forschungstagebücher seiner ersten drei Reisen sowie umfangreiches Bild- und Tonmaterial. Im Rahmen eines DFG-Projekts wurde der Nachlass wissenschaftlich ausgewertet und das erste Forschungstagebuch veröffentlicht.

Inzwischen existieren zahlreiche Veröffentlichungen zu den Forschungen Theodor Koch-Grünbergs und die Materialien des Nachlasses finden sich in Ausstellungen und Fotopublikationen wieder.

Koch Gruenberg Boot

Zuletzt aktualisiert: 27.09.2007 · aumann_a

 
 
Fb. 03 - Gesellschaftswissenschaften und Philosophie

Fachgebiet Kultur- und Sozialanthropologie, Deutschhausstraße 3, 35032 Marburg
Tel. +49 6421/28-23749, Fax +49 6421/28-22140, E-Mail: ethno@staff.uni-marburg.de

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