Direkt zum Inhalt
 
 
Bannergrafik (Fb. 06)
 
  Startseite  
 
Sie sind hier:» Universität » Geschichte und Kulturwissenschaften » Aktuelles » Nachrichten » Die Hessen im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg
  • Print this page
  • create PDF file

12.05.2010

Die Hessen im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg

Eine zweibändige, von der DFG geförderte Edition von Tagebuchaufzeichnungen und Privatbriefen an den hessischen Kriegsrat und Obereinnehmer Georg Ernst von und zu Gilsa erschließt ein neues Quellencorpus

 

Porträt-Georg-Ernst-von-Gilsa
Georg Ernst von Gilsa
Die Briefe

Die Privatbriefe an den hessischen Kriegsrat und Obereinnehmer Georg Ernst von und zu Gilsa (1740-1798) aus den Jahren 1772 bis 1784 sind eine herausragende, in mancherlei Hinsicht einzigartige Quelle. In großer Vertrautheit und Offenheit tauschen sich die Korrespondenten über zeitgenössische Literatur, Freimaurerei, Familie und Freundeskreis aus. Das zentrale Thema der Briefe ist jedoch der Einsatz der hessischen Truppen für Großbritannien im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg. Der Leser gewinnt individuelle Einblicke in den Kriegsalltag und die amerikanische Gesellschaft dieser Zeit. Darüber hinaus werden die Reaktionen in der Landgrafschaft auf die Ereignisse in Amerika nachvollziehbar. Der persönliche Charakter und die Authentizität der Schreiben machen ihren singulären Rang und besonderen Reiz aus.

 

Das Tagebuch

Georg Ernst von und zu Gilsa (1740-1798) führte von seinem Eintritt in das hessische Militär bis kurz vor seinem Tod ein Tagebuch. Ausführlich behandelt er den Aufenthalt mit den hessischen Subsidientruppen in England 1756/57 und den Einsatz im Siebenjährigen Krieg bis zu seiner schweren Verwundung in der Schlacht von Vellinghausen 1761. Auf ein Studium folgte 1767 die Ernennung zum Kriegsrat und 1768 zum ritterschaftlichen Obereinnehmer in Treysa. Neben der Teilnahme an den Landtagen findet der Amerikanische Unabhängigkeitskrieg (1775-1783) besonderen Niederschlag. Aufenthalte in Kassel ermöglichten Gilsa eine rege Partizipation am kulturellen Leben der Residenz. Vor dem Leser entfaltet sich ein Leben zwischen Krieg, Beruf und Familie, Landadel, Freimaurerei und Literatur. Die Aufzeichnungen werden damit zu einer herausragenden Quelle zur Geschichte der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.

Bibliographische Angaben

 

Holger Th. Gräf, Lena Haunert und Christoph Kampmann (Hrsg.): Adliges
Leben am Ausgang des Ancien Régime. Die Tagebuchaufzeichnungen
(1754-1798) des Georg Ernst von und zu Gilsa (Untersuchungen und
Materialien zur Verfassungs- und Landesgeschichte 26), Marburg 2010,
geb. mit Schutzumschlag, XXI und578 Seiten, 16 Farb- und 19 SW-Abb.,
39.- Euro; ISBN 978-3-921254-83-7

Holger Th. Gräf, Lena Haunert und Christoph Kampmann (Hrsg.): Krieg in
Amerika und Aufklärung in Hessen. Die Privatbriefe (1772-1784) an Georg
Ernst von und zu Gilsa (Untersuchungen und Materialien zur Verfassungs-
und Landesgeschichte 27), Marburg 2010, geb. mit Schutzumschlag, XXVII
und 488 Seiten, 17 Farb-, 12 SW-Abb., 37.- Euro; ISBN 978-3-921254-82-0

gilsa-tagebuch.jpg
gilsa-briefe.jpg

 

 

 Projektbeschreibung

 

 

Kontakt

Professor Dr. Holger Gräf
Tel.: 06421/2824579
E-Mail

Zuletzt aktualisiert: 12.05.2010 · Jürgen Nemitz

 
 
Fb. 06 - Geschichte und Kulturwissenschaften

Fb. 06 - Geschichte und Kulturwissenschaften, Wilhelm-Röpke-Straße 6c, D-35032 Marburg
Tel. +49 6421/28-24567, Fax +49 6421/28-26948, E-Mail: dekan06@staff.uni-marburg.de

URL dieser Seite: http://www.uni-marburg.de/fb06/aktuelles/news/gilsa-edition

Impressum | Datenschutz