23.05.2012
Neuerscheinung: Offizielle Kriegsbegründungen
Die Habilitationsschrift von Anuschka Tischer ist jetzt erschienen
Die im Jahr 2009 am Fachbereich Geschichte und Kulturwissenschaften der Philipps-Universität eingereichte Habilitationsschrift von PD Dr. Anuschka Tischer ist unter dem Titel "Offizielle Kriegsbegründungen in der Frühen Neuzeit. Herrscherkommunikation in Europa zwischen Souveränität und korporativem Selbstverständnis" in der Reihe "Herrschaft und soziale Systeme in der Frühen Neuzeit" erschienen.
Die gesamte Frühe Neuzeit hindurch wurden Kriege in Europa in gedruckten Kriegserklärungen und Manifesten offiziell legitimiert. Diese Kriegsbegründungen werden hier erstmals systematisch erfasst, verzeichnet und analysiert. Sie geben Auskunft über gemeinsame Werte, unterschiedliche Ordnungsvorstellungen und deren Wandel. Dabei zeigt sich auch, wie Völkerrecht interpretiert wurde und völkerrechtliche Prinzipien sich im Zusammenspiel von Krieg und politischer Kommunikation bewährten oder herausbildeten. Kriegsbegründungen dienten der Durchdringung von Herrschaftsräumen ebenso wie der Kommunikation zwischen Herrschaftsräumen. In ihnen ist der Antagonismus zwischen Souveränität und übergeordneten Gemeinschaftsprinzipien erkennbar, der das politische Europa, das internationale Staatensystem und das universale Völkerrecht von Anfang an bestimmte.
(Klappentext)
Anuschka Tischer
Offizielle Kriegsbegründungen in der Frühen NeuzeitHerrscherkommunikation in Europa zwischen Souveränität und korporativem Selbstverständnis
(Herrschaft und soziale Systeme in der Frühen Neuzeit, 12)
Münster/Berlin: Lit-Verlag 2012, 344 S., 29.90 EUR, br., ISBN 978-3-643-10666-7
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PD Dr. Anuschka Tischer
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