27.09.2011
Marburger Doktorand ab 1.10.2011 Fellow des Leo-Baeck-Instituts
Das Leo-Baeck-Fellowship-Programm ist ein internationales Stipendienprogramm, das Doktoranden/innen und Postdoktoranden/innen fördert, die sich mit Themen der Geschichte und Kultur der deutschsprachigen Juden beschäftigen. Dieses Jahr wurde unter Bewerberinnen und Bewerbern aus Israel, Ungarn, Polen, den USA und Deutschland auch der Marburger Doktorand Avraham Siluk in die Stipendiatenförderung des renommierten Instituts aufgenommen.
Geboren in Tel Aviv, kam Herr Siluk vor Beginn seines Geschichtsstudiums aus Israel nach Deutschland, um hier seinen Magistergrad an der Philipps-Universität zu erwerben. Anschließend begann er 2010 an der Arbeit für seine Promotion am hiesigen Seminar für Neuere Geschichte. Betreut wird die Dissertation zu den politischen Organisationsformen der Juden im Heiligen Römischen Reich in der Reformationszeit von den Professoren Wilhelm Ernst Winterhager und Christoph Kampmann.
Herr Siluk hat nach seinem Magisterexamen zuvor an einem Projekt für das Staatsarchiv Marburg sowie ein Jahr lang in der Marburger Forschungsstelle für Personalschriften der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur gearbeitet. Im Mai 2011 gehörte er zu den Teilnehmern des Transatlantischen Doktorandenseminars zur deutschen Geschichte des Deutschen Historischen Instituts in Washington.
Das Fellowship-Programm des
Leo-Baeck-Instituts mit dem Hauptsitz in London arbeitet in enger
Kooperation mit der Studienstiftung des Deutschen Volks und bietet
neben der finanziellen Unterstützung für Doktoranden/innen während
ihrer Promotionszeit auch mehrere Treffen im Jahr an, bei denen sich
junge Forscher/innen und Experten zur Geschichte und Kultur der Juden
austauschen können.
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Fachgebiet Neuere Geschichte (Frühe Neuzeit)
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