Geschichte in Marburg
Steven Fitzgerald (geb. 1979)
Ein Großteil der Personen, die einmal Marburg besuchen, wird ihren Aufenthalt niemals vergessen. Ein anderer Teil kommt immer wieder zurück; andere gehen nie. Fragt man nach den Ursachen, werden einem unweigerlich die Beschreibungen der großen "Marburger" einleuchten. So rühmten bereits Größen wie Bettina von Arnim, José Ortega y Gasset, Jacob Grimm, Otto Hahn, Boris Pasternak, Ernst Reuter oder Rainer Maria Rilke die Schönheit des Städtchens, mit seinem Schloss, der Elisabethkirche, den vielen Fachwerkhäusern und dem "kleinen dunklen Fluss" zwischen den sanften Hügeln. Es ist gerade die Mischung aus idyllischer Natur und beschaulicher Architektur, die jenes Umfeld erzeugt, in welchem ein Studierender die Notwendigkeit des bloßen Auskommens mit einer Stadt hinter sich lässt und völlig im Strom eines genuin studentischen Lebens mit all seinen Facetten aufgeht. Denn für Marburg gilt: "Nicht der Bürger, der Student steht im Mittelpunkt des Interesses, der Student in seiner Gesamtheit als fließendes Element, das das Gemeinwesen in ununterbrochenem Strome durchwandert." (Ina Seidel, dt. Schriftstellerin, 1885-1974)Warum sollte man nun aber gerade Geschichte in Marburg studieren? Auch auf diese Frage muss jeder Interessierte seine eigene Antwort finden. Ein Studium in Marburg unterscheidet sich jedoch in einigen wesentlichen Punkten von dem an anderen deutschen Universitäten.
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