Zentrum für Humangenetik
Die Medizin der Zukunft wird in hohem Maße molekular ausgerichtet sein. Der Humangenetik fällt hierbei die Aufgabe zu, den Paradigmenwandel von der primär heilenden zur deutlicher prädiktiven und präventiven Medizin in der Lehre vorzubereiten, die methodischen Grundlagen und das genetische Basiswissen zu entwickeln, mit deren Hilfe normale wie pathologische Funktionen aus dem Zusammenspiel von Genen erklärt werden können, und in der Krankenversorgung molekulare Diagnostik anzuwenden und durch qualifizierte genetische Beratung zu begleiten.
Das Zentrum für Humangenetik erfüllt diese Aufgaben jetzt und in den kommenden Jahren,
- indem es auf vier wissenschaftlichen Schwerpunkten, die sich in die Prioritäten des Fachbereichs Medizin der Philipps-Universität (Neurowissenschaften und Tumorforschung) einfügen, weiterhin international anerkannte wissenschaftliche Exzellenz anstrebt: Funktionelle Genomanalyse - Molekulare Analyse von Entwicklungsgenen, deren Fehlfunktion an der Tumorentstehung beteiligt ist - Tumor(cyto)genetik - Genetik der Mentalen Retardierung;
- indem im klinisch-wissenschaftlichen Bereich drei Kompetenzzentren auf den Gebieten: Molekulare Diagnostik erblicher, z. B. neuromuskulärer Erkrankungen - Tumor(cyto)genetik - Mentale Retardierung aufgebaut werden, denen primär nationale Bedeutung zukommt.
- Für die Lehre bei Studierenden der Medizin und Humanbiologie sowie für die Ausbildung von Fachärzten für Humangenetik und von Fachhumangenetikern (GfH) sollen klinische Leistungsschwerpunkte weiter erhalten bleiben, die in die regionale Krankenversorgung eingebunden sind: Genetische Beratung - Syndromologie - Klassische und Molekulare Zytogenetik.


