04.03.2026 Al-Jazeera-Meinungsbeitrag: Iran nach Khamenei — Die Risiken eines gewaltsamen Bruchs
In einem neuen Meinungsbeitrag bei Al Jazeera argumentiert Professor Mohammad Reza Farzanegan, dass eine externe Intervention im Iran kaum den raschen und stabilen Regimewechsel hervorbringen dürfte, den sich manche erhoffen.
Am 1. März 2026 veröffentlichte Professor Mohammad Reza Farzanegan einen Meinungsbeitrag bei Al Jazeera, der sich mit den politischen und institutionellen Perspektiven Irans nach dem Tod von Ayatollah Ali Khamenei befasst.
Der Beitrag hinterfragt die Annahme, dass die Ausschaltung einer zentralen Führungsfigur automatisch zu einem kurzen und geordneten Übergang führt. Unter Bezug auf die Erfahrungen in Afghanistan, Irak und Libyen wird argumentiert, dass externe militärische Eingriffe häufig nicht Stabilität, sondern langanhaltende Unsicherheit und institutionelle Erosion nach sich ziehen.
Zugleich betont der Beitrag die spezifischen institutionellen und gesellschaftlichen Dynamiken Irans. Entscheidend werden die Funktionsfähigkeit staatlicher Institutionen, der Zusammenhalt der Sicherheitskräfte sowie die Fähigkeit zur politischen Integration sein. Scheitert diese institutionelle Kontinuität, drohen Fragmentierung, Machtkämpfe und eine strukturell verfestigte Instabilität.
Zum vollständigen Beitrag:
https://www.aljazeera.com/opinions/2026/3/1/iran-after-ayatollah-ali-khamenei
Kontakt
Prof. M.R. Farzanegan