05.09.2026 Neue Publikation: „Eheschließungen und Geburten während der COVID-19-Pandemie: Befragungsbasierte Evidenz aus dem Iran“
In einer gemeinsamen Studie mit dem Titel „Eheschließungen und Geburten während der COVID-19-Pandemie: Befragungsbasierte Evidenz aus dem Iran“, die in Humanities and Social Sciences Communications veröffentlicht wurde, untersuchen Mohammad Reza Farzanegan und Sven Fischer den Zusammenhang zwischen der COVID-19-Pandemie sowie den Entwicklungen bei Eheschließungen und Geburten im Iran.
Abstrakt:
Anhand einer repräsentativen Befragung von 1.214 Personen, die Anfang 2022 durchgeführt wurde, untersucht diese Studie den Zusammenhang zwischen der COVID-19-Pandemie sowie Eheschließungen und Geburten im Iran. Die Ergebnisse der empirischen Untersuchung mithilfe von Logit-Modellen deuten darauf hin, dass die pandemiebedingte Erfahrung von Arbeitslosigkeit positiv damit zusammenhängt, während der Pandemie zu heiraten. Demgegenüber steht die Erfahrung, eine nahestehende Person oder ein Familienmitglied zu verlieren, in einem negativen Zusammenhang mit einer Eheschließung während der Pandemie. Darüber hinaus weisen sowohl Sorgen über das Fortbestehen der Pandemie als auch der Impfstatus einen negativen Zusammenhang mit Geburten während der Pandemie auf. Die Ergebnisse unterscheiden sich je nach Geschlecht, Wohnort und sozialer Schicht. So sind beispielsweise die negativen Zusammenhänge zwischen der Sorge über eine länger andauernde Pandemie bzw. dem Impfstatus und Geburten in der Teilstichprobe der Frauen statistisch signifikant, nicht jedoch in der Teilstichprobe der Männer. Insgesamt haben die Ergebnisse Auswirkungen auf die Entwicklung der Fertilitätsrate und der Bevölkerungsentwicklung im Iran nach der Pandemie.
Zugang zum vollständigen Artikel: https://doi.org/10.1057/s41599-026-08725-4
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Prof. Dr. Mohammad Reza Farzanegan