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„Ich rede vor Königen von deinen Bestimmungen und schäme mich nicht“ (Ps. 119,46). Zu Scham, Ehre und Schande in der Hebräischen Bibel

Die Ringvorlesung des "Marburger Centrum(s) für Antike Welt" wird im Wintersemester 2022/23 unter dem Titel „Noch einmal mit Gefühl“ Referentinnen und Referenten zu Wort kommen lassen, die unterschiedliche Zugänge zum "subjektiven Empfinden" in der Antike eröffnen.

Veranstaltungsdaten

23. November 2022 18:00 – 23. November 2022 20:00

Hybrid: Digital via WebEx / In Präsenz: Biegenstraße 14, Hörsaalgebäude, Erdgeschoß 00/0020

Scham gilt als menschlicher Grundaffekt, der kulturübergreifend vorhanden ist und sich als dialektisch und ambivalent zeigt. So thematisiert die alttestamentliche Paradieserzählung (Gen 2-3) das Schamgefühl im Kontext der Bewusstwerdung der eigenen Person als notwendig und konstruktiv – und zugleich als mit Selbstminderung, Isolation und Verfehlung verbundene Größe wirkt. Zugleich wird für das alte Israel wie für viele antike Kulturen immer wieder ihre Zugehörigkeit zu so genannten Schamkulturen diskutiert, die ein von modernen Kulturen grundsätzlich verschiedenes Personkonzept aufweisen sollen. Der Vortrag befasst sich mit der Ambivalenz der Scham und ihrer Bedeutung für das Personverständnis der Hebräischen Bibel im Kontext dieser Diskussionen.

Die Vorträge der Ringvorlesung finden Sie gesammelt und mit einer kurzen Beschreibung in der Programmübersicht. Interessentinnen und Interessenten, die sich digital zuschalten möchten, werden gebeten, sich via Mail an die unten angegebene Adresse zu registrieren, Sie erhalten dann die Zugangsdaten.

Referierende

Prof. Dr. Alexandra Grund-Wittenberg (Philipps-Universität Marburg, Altes Testament)

Veranstalter

Prof. Dr. Bärbel Beinhauer-Köhler: beinhaue@uni-marburg.de
Dr. Florian Krüpe: kruepe@uni-marburg.de
Dr. Theresa Roth: theresa.roth@uni-marburg.de
Prof. Dr. Angela Standhartinger: standhartinger@uni-marburg.de

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