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Mediengeschichte

Foto: Thorsten Richter

Die Mediengeschichte erforscht nicht nur Entstehung und rasche Ausdifferenzierung einer vielgestaltigen Medienlandschaft im Verlauf der Frühen Neuzeit, sondern auch die daraus resultierenden Prozesse der Medialisierung der Gesellschaft und der Herausbildung einer medialen und politischen Öffentlichkeit. In Druck- und Bildmedien, Zeitungen und Zeitschriften wurden Informationen, Ideen und Diskurse über politische, gesellschaftliche und zunehmend auch fachwissenschaftliche Themen über territoriale Grenzen hinaus ausgetauscht, verbreitet und in anderen Medien aufgegriffen und fortgeführt. Durch die frühneuzeitlichen Medien lassen sich Kommunikationsprozesse nachzeichnen und die mit ihnen verbundenen politischen Sprachen und Semantiken sowie zeitgenössische Wahrnehmungen und Debatten über unterschiedliche soziale, kulturelle, ideengeschichtliche und politische Ereignisse und Phänomene rekonstruieren. In Marburg gilt ein besonderes Interesse den komplexen Zusammenhängen und Wirkungsweisen von Medien, Politik und Öffentlichkeit beispielsweise in der medialen Konstruktion von Frieden oder der Rezeption und Beurteilung politischer Ereignisse.

Literatur: Kampmann, Arbiter; Schmidt-Voges, New Worlds;

Projekte: DFG „Mediale Konstruktionen von Frieden“; Delvig?

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