07.07.2023 Dr. Felix Bernhard erhält 275.000€ Forschungsförderung durch die Edda und Helmut Laich-Stiftung

Felix Bernhard

Dr. Felix Bernhard erhält 275.000€ Forschungsförderung durch die Edda und Helmut Laich-Stiftung

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist Suizid weltweit eine der führenden Todesursachen bei Menschen im Alter von 15 bis 29 Jahren. Es wird geschätzt, dass jährlich etwa 700.000 Menschen weltweit aufgrund von Suizid sterben (Quelle: https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/suicideWHO), in Deutschland ca. 9000/Jahr.

Depression ist weltweit die 2. häufigste Ursache für Arbeitsunfähigkeit.

Schlafstörungen stellen mit bis zu 90% eine häufige und für den Patienten quälende Symptomatik depressiver Patienten dar.

Biszu 50 % der MS-Patienten leiden innerhalb Ihres Krankheitsverlaufs an Depressionen.

Unser Team: möchte deshalb sich speziell der Therapie der Schlafstörungen und der depressiven Symptomatik mittels transkutaner Vagusnervstimulation widmen und wird hierdurch, durch eine Förderung der Edda und Helmut Laich Stiftung mit 275.000€ unterstützt. Die Stiftung förderte bereits in der Vergangenheit Forschung zur Multiplen Sklerose mit besonders innovativen Ansätzen.

Das durch Dr. Bernhard beworbene und auf 3 Jahre angelegte Forschungsprojekt „NeuroMSleepModeD“

(=Neuromodulation in MS & Depression im Frühstadium mit Schlafstörungen) adressiert die Erforschung der Therapieoptionen mittels, nicht-invasiver Vagusnerv-Stimulation bei depressiven und Multiple-Sklerose-Patienten mit Schlafstörungen.

Hierbei soll erstmalig mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) die Stimulation des Gehirns über den Nervus Vagus zeitgleich über bildgebende Verfahren dargestellt und dadurch eine für jeden Patienten individuelle Einstellung der Parameter ermöglicht werden. Ziel ist die exakte Stimulation jener Gehirnzentren, welche u.a. für Schlafstörungen und depressive Symptomatik verantwortlich gemacht werden.

Diese neuartige Weise der Stimulationsevaluation könnte somit sowohl Therapeuten als auch Patienten ein neues "therapeutisches Fenster ins Gehirn" ermöglichen und die Stimulationstherapie bei Depression und Schlafstörungen verbessern. Zeitgleich möchte sich Herr Dr. Bernhard die immunmodulierende Wirkung der Therapie mit der effizienteren Methode bei MS-Patienten mit Depression und Schlafstörung ansehen.

Herr Dr. Bernhard ist Assistenzarzt und wissenschaftlicher Mitarbeiter der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Uniklinik Marburg (Prof. Dr. Tilo Kircher) und arbeitete bereits in den Universitätskliniken für Neurologie in Tübingen und Marburg und ist seit Anfang 2023 in der Arbeitsgruppe von Herrn Prof. Hamidreza Jamalabadi (Psychiatrische Kontrollsysteme).

Das Projekt erfolgt über die Philipps-Universität Marburg in enger Zusammenarbeit mit dem abgebildeten Team:

Dr. Ina Kluge, Oberärztin und Leiterin der Depressions-Station der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Marburg, Prof. Andreas Jansen, (Leiter des Zentrums für fMRT-Bildgebung), Prof. Benjamin Straube, (Heisenberg-Professor für Translationale Bildgebung) sowie dem Arbeitsgruppenleiter Prof. Hamidreza Jamalabadi.

Das Projekt wird zudem multizentrisch in Kooperation mit der der Klinik für Neurologie des UKGM, Standort Marburg (Prof. Dr. Lars. Timmermann, Dr. Maria Seipelt), der Klinik für Psychiatrie (Prof. Dr. Andreas Reif, Dr. Sharmili Edwin Thanarajah), Universitätsklinikum Frankfurt am Main sowie den Kliniken für Psychosomatik (Prof. Dr. Henrik Kessler) und Psychiatrie (Dr.Solveigh Hilliard) des Klinikums Fulda erfolgen.

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