13.02.2019 Von Behring-Röntgen-Stiftung fördert Medizinstudierende

Marburger und Gießener Stipendiaten feierten den Beginn der neuen Förderrunde

Gruppenfoto der Stipendiatinnen und Stipendiaten
Foto: Christian Stein
Feierlicher Empfang für die jüngsten Stipendiaten und Alumni im Kreis ihrer Förderer der Von Behring-Röntgen-Stiftung im Marburger Landgrafenschloss.

10 Medizinstudierende der Philipps-Universität Marburg und der Justus-Liebig-Universität Gießen erhalten ab dem Wintersemester eine Förderung durch das Stipendienprogramm der Von Behring-Röntgen-Stiftung, zu dem das Stipendium für Abiturbeste und das Deutschlandstipendium gehören. Im feierlichen Rahmen konnten die Begünstigen im Marburger Landgrafenschloss gestern ihre Förderer kennenlernen und hatten Gelegenheit Kontakte zu neuen und ehemaligen Stipendiaten zu knüpfen.

„Mit der Förderung junger Talente übernehmen wir gesellschaftliche Verantwortung. Unser Ziel ist es, besondere Leistungen von Abiturienten und Medizinstudierenden anzuerkennen und Spitzenkräften von morgen den Weg zu ebnen“, verdeutlichte Stiftungspräsident Bundesminister a.D. Friedrich Bohl.

Ein Stipendium für Abiturbeste erhalten Anetta Rabaev, Nils Schlottog und Tom Heppe, die seit dem Wintersemester an der Philipps-Universität Marburg studieren sowie Julia Natascha Ishaque, die ihr Studium an der Justus-Liebig-Universität Gießen aufgenommen hat. Das Stipendium wird für zwei Jahre mit 500 Euro pro Semester bewilligt. Die sechs aus Hessen stammenden Stipendiaten haben ihr Abitur mit der Durchschnittsnote 1,0 bestanden.

Bei der Auswahl geeigneter Kandidaten für ein Stipendium für Abiturbeste spielten nicht nur sehr gute Noten, sondern auch besondere Erfolge und Auszeichnungen, ehrenamtliches und politisches Engagement sowie außerordentliche persönliche oder familiäre Umstände eine Rolle. Neben der erfolgreichen Teilnahme an verschiedenen hessischen Schulwettbewerben im naturwissenschaftlichen Bereich, haben die Stipendiaten durch Praktika bereits während ihrer Schulzeit Einblicke in ihr späteres Berufsfeld gewonnen.

Sechs weitere Medizinstudierende kommen durch die Unterstützung der Von Behring-Röntgen-Stiftung für ein Jahr in den Genuss eines Deutschlandstipendiums. Über eine Förderung in Höhe von 300 Euro pro Monat können sich Felix Hoeren, Nina Danevitch und Paula Marie Wolf aus Gießen sowie Andrijana Ivanovic, Annika Pucher sowie Julian Hüther aus Marburg freuen. Das Stipendium richtet sich an Studierende mit außerordentlichen universitären Leistungen, die sich darüber hinaus gesellschaftlich engagieren oder Hürden auf ihrem Lebensweg überwinden mussten. Die Hälfte der Stipendiensumme wird von der Von Behring-Röntgen-Stiftung übernommen, die andere Hälfe vom Bundesministerium für Forschung und Bildung.

Zum Abschluss der Feierstunde hielt Prof. Dr. Benjamin Straube einen Festvortrag. Der Heisenberg-Professor erforscht am Fachbereich Medizin der Philipps-Universität Marburg Wahrnehmungs-, Gedächtnis- und kommunikative Prozesse sowie Störungen dieser Funktionen bei Patienten mit psychiatrischen Erkrankungen (z.B. Schizophrenie und Panikstörung). Sein besonderes Forschungsinteresse gilt dem Einfluss des motorischen Systems auf die neuralen Korrelate der multisensorischen Wahrnehmung.

Bewerbungen bis Ende Oktober

In diesem Jahr haben interessierte Abiturienten aus Hessen, die in Gießen oder Marburg Medizin studieren wollen, bis zum 31. Oktober 2019 Gelegenheit, sich bei der Von Behring-Röntgen-Stiftung um ein Stipendium für Abiturbeste zu bewerben. Vorausgesetzt wird, dass der Bewerber oder die Bewerberin zu diesem Zeitpunkt an der Justus-Liebig-Universität Gießen oder der Philipps-Universität Marburg immatrikuliert ist. Eine Bewerbung für das Deutschlandstipendium ist direkt bei den Universitäten möglich.

Hintergrund

Die im Marburger Landgrafenschloss ansässige Von Behring-Röntgen-Stiftung wurde am 8. September 2006 vom Land Hessen als rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts zur Förderung der Hochschulmedizin an der Justus-Liebig-Universität Gießen und der Philipps-Universität Marburg errichtet. Mit ihrem Stiftungskapital in Höhe von 100 Millionen Euro gehört sie zu den größten Medizinstiftungen in Deutschland. Gegründet wurde sie im Zuge der Fusion der Universitätskliniken Gießen und Marburg im Jahr 2005 und der anschließenden Privatisierung 2006 mit dem Ziel, an beiden Standorten neue Perspektiven für die Hochschulmedizin zu sichern und zu entwickeln. Dem Stiftungsvorstand gehören als Präsident der ehemalige Bundesminister Friedrich Bohl und als Vizepräsidenten der Marburger Virologe Prof. Dr. Hans-Dieter Klenk und die Gießener Augenärztin Prof. Dr. Birgit Lorenz an.