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Aktuelles aus dem Pharmakologischen Institut

April 2021

Dr. Kristin Rattay als Professorin ans Pharmakologische Institut berufen

Das Pharmakologische Institut freut sich über eine neue Kollegin: Seit dem 1. April ist Dr. Kristin Rattay hier als Professorin tätig. Ihre Promotion hat Frau Professor Rattay am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und an der Universität Heidelberg über transkriptionelle Mechanismen der Expression von Selbst-Peptiden im Thymus angefertigt. Als Postdoktorandin an der Harvard Medical School in Boston, USA, hat sie die Rolle venulärer Endothelzellen als Regulatoren der Zellrekrutierung im Thymus untersucht. In ihren Forschungsarbeiten am Pharmakologischen Institut in Marburg wird Frau Professor Rattay die zellulären und molekularen Mechanismen der Induktion von zentraler Immuntoleranz analysieren. Dabei wird sie insbesondere auf die Kommunikation zwischen T-Zellen, Thymusepithelzellen und Endothelzellen, die T-Zell-Migration durch das Stroma und die transkriptionelle Regulation der Selbst-Peptid Expression im Thymus fokussieren.

Prof. Dr. Kristin Rattay, +49 6421 28-25048, kristin.rattay@uni-marburg.de

März 2021

Dr. Mark Schmitt startet neue Forschungsgruppe

Das Pharmakologische Institut heisst Dr. Mark Schmitt als neuen Forschungsgruppenleiter willkommen: Dr. Mark Schmitt studierte Biologie am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) in Karlsruhe. In seiner Dissertation im Labor von Prof. Dr. Véronique Orian-Rousseau am Institut für Toxikologie und Genetik am KIT arbeitete er zur Rolle des Stammzellmarkers CD44 als „feedback regulator“ für die Wnt-Signalübertragung und CD44v6 als Marker für metastasierende Krebszellen. Im Anschluss ging er als Postdoktorand in das Labor von Prof. Dr. Riccardo Fodde am Erasmus Medical Center in Rotterdam. Dort erforschte er die pro-tumorigenen Auswirkungen von Entzündung und Ernährung auf die Darmstammzellnische. Nach einer Postdoktoranden-Tätigkeit im Labor von Prof. Dr. Florian Greten am Georg-Speyer-Haus in Frankfurt, in der er den Beitrag zellulärer Plastizität zur Tumorprogression und Therapie-Resistenz von Darmkrebs untersuchte, ist er nun seit 1. März 2021 Forschungsgruppenleiter am Pharmakologischen Institut in Marburg. Der Schwerpunkt seiner Forschung liegt hier auf der Untersuchung zellulärer Plastizität während intestinaler Entzündung und deren Beitrag zur Entstehung von Entzündungs-assoziiertem Darmkrebs.

Dr. Mark Schmitt, +49 6421 28-62262, mark.schmitt@uni-marburg.de

Februar 2021

Promotion von Chen Jiang

Am 23. Februar hat Chen Jiang, Doktorand am Pharmakologischen Institut, seine Dissertation mit dem Titel "The role of B-plexins for mechanochemical control
of epidermal stem cell divisions in development and cancer" erfolgreich verteidigt, und mit der bestmöglichen Note "summa cum laude" zum Dr. rer. nat. promoviert.

Januar 2021

Mechanismus zur Kontrolle der Zellteilung in der Haut aufgeklärt

Die präzise zeitliche und örtliche Kontrolle der Zellteilung ist entscheidend für die Morphogenese epithelialer Gewebe. Epitheliale Zellteilungen führen zur Verdichtung des epithelialen Gewebes und lokalen Veränderungen in der Verteilung mechanischer Kräfte, die wiederum die Zellteilungsrate herabsetzen. Die molekularen Mechanismen, die dieser mechanischen Rückkopplung zugrunde liegen, sind bisher jedoch weitgehend unklar. Chen Jiang, Doktorand am Institut, konnte zusammen mit Kolleginnen und Kollegen aus Helsinki (Finnland), London (Großbritannien), Bethesda (USA), Göttingen, Köln und Bad Nauheim nun eine entscheidende Rolle von B-Plexinen, einer Familie von Transmembranrezeptoren, bei Reaktion von Haut-Stammzellen auf mechanische Kräfte während der Hautentwicklung identifizieren. Haut-Stammzellen, denen B-Plexine fehlen, können mechanische Kompression nicht wahrnehmen, was zu ungehemmter Zellteilung und überschießendem Gewebewachstum führt. Unsere Daten zeigen darüber hinaus, dass das B-Plexin-vermittelte mechanische Feedback auch pathophysiologisch relevant ist und das Wachstum des Basalzellkarzinoms, des häufigsten Hauttumors des Menschen, unterdrückt. Unsere Forschungsergebnisse decken eine zentrale Rolle von B-Plexinen bei der Detektion mechanischer Kräfte auf, um Zelldichte und Zellteilung aneinander zu koppeln.

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Foto: Chen Jiang

Januar 2021

Die Tyrosinierung von Mikrotubuli kontrolliert die epitheliale Morphogenese

Mikrotubuli sind Teil des Zytoskeletts, und aus Polymeren von Tubulin aufgebaut. Tubulin unterliegt der sogenannten Tyrosinierung, einer post-translationalen Modifikation. Die Tyrosinierung wird durch ein Enzym, die Tubulin-Tyrosin-Ligase (TTL) katalysiert, das Tyrosin an den Carboxy-Terminus von detyrosiniertem alpha-Tubulin anheftet. Ein Forschungsteam der Universität Marburg unter Beteiligung von Florian Hub und Thomas Worzfeld hat nun entdeckt, dass das Gleichgewicht von tyrosiniertem und detyrosiniertem Tubulin eine wichtige Rolle bei der epithelialen Morphogenese spielt.

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März 2020

TRPC1 moduliert Kationen-Ströme in hippocampalen CA1-Neuronen

TRPC Kanal-Untereinheiten (TRPC1-7) bilden Kationenkanäle. Ob TRPC1 alleine einen Kanal bilden kann, ist unklar, aber TRPC1 kann mit anderen TRPCs heteromultimerisieren und deren funktionelle Eigenschaften verändern. In ihrer Doktorarbeit am Institut hat Frauke Kepura (jetzt Dormann) die Effekte einer genetischen Inaktivierung von TRPC1 auf Rezeptor-abhängige Kationenströme in hippocampalen CA1 Pyramidenneuronen untersucht. Kationenströme, die abhängig von metabotropen Glutamat-Rezeptoren sind, wurden in der Hinsicht moduliert, dass Einwärtsströme in TRPC1-/- Neuronen größer waren als in in TRPC1+/+ Neuronen. Diese Ergebnisse zeigen, dass TRPC1 einen inhibitorischen modulierenden Effekt auf Kationenströme hat (wahrscheinlich in heteromultimeren Komplexen mit TRPC4 und TRPC5, mit denen es in Neuronen ko-exprimiert wird und interagiert) und wahrscheinlich keine homomeren Kanäle bildet. Die Expression von TRPC1 reduziert die Tendenz dieser Neurone länger-anhaltende Plateau-Potentiale zu generieren.

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Foto: Tim Plant

März 2020

Ganglioside modulieren die Insulinsekretion pankreatischer beta-Zellen 

Der Typ 2-Diabetes ist eine überaus häufige Stoffwechselerkrankung, die durch einen erhöhten Blutglukosespiegel und einen relativen Mangel an Insulin gekennzeichnet ist. Die Arbeitsgruppe von Hermann-Josef Gröne hat die Sialinsäure-tragenden Glykosphingolipide GM3 und GD3 in den beta-Zellen der Pankreasinseln in hohen Konzentrationen gefunden. Diese Ganglioside konnten die Aufnahme von Glukose duch beta-Zellen positiv beeinflussen und damit die Insulinausschüttung erhöhen. Dieser Effekt war besonders ausgeprägt unter hoher Glukosebelastung und Hyperlipidämie, metabolische Veränderungen, die bei Typ 2-Diabetes mellitus mit gleichzeitig hohen Plasma-Insulin-Konzentrationen beobachtet werden.

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März 2020

Carsten Höß erhält den Young Investigator Award der Deutschen Gesellschaft für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie (DGPT)

Vom 2. bis 5. März fand die 86. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie (DGPT) in Leipzig statt. Carsten Höß, Doktorand am Institut, begeisterte Publikum und Jury mit seinem Vortrag zu von ihm neu entdeckten Mechanismen der Signaltransduktion von Plexinen und erhielt dafür den „Young Investigator Award“ der Gesellschaft.

Herzlichen Glückwunsch, Carsten!

Dezember 2019

Weihnachtsfeier 2019

Am 17. Dezember fand die Weihnachtsfeier des Biochemisch-Pharmakologischen Centrums statt. Alle Institute des Centrums, d.h. das Pharmakologisches Institut und das Institut für Physiologische Chemie des Fachbereichs Medizin und das Institut für Pharmakologie und Klinische Pharmazie des Fachbereichs Pharmazie genossen einen wunderschönen entspannten Abend mit Essen, Getränken, guten Gesprächen, gemeinsamen Spielen und Tanz im Disko-Bereich!

Foto: Thomas Worzfeld

November 2019

Neues DFG-Graduiertenkolleg „Das inflammatorische Tumorsekretom: Vom grundlegenden Verständnis zu neuen Therapien“

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert in den Jahren 2020 - 2024 ein neues Graduiertenkolleg im Bereich Tumorforschung in Marburg und Giessen mit einer Gesamtsumme von 3,9 Millionen Euro. Dieses Graduiertenkolleg wird sich auf die Rolle des inflammatorischen Tumorsekretoms als Treiber der Tumorprogression und Therapieresistenz fokussieren. Das Konsortium wird dabei von der interdisziplinären Zusammenarbeit von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus der Grundlagenforschung und der Klinik profitieren, die das kompetitive Feld des Tumorsekretoms in verschiedenen Tumorentitäten, nämlich dem Ovarialkarzinom, dem Pankreaskarzinom und der akuten myeloischen Leukämie bearbeiten werden.

Das Pharmakologische Institut freut sich, mit dem Projekt “Influence of tumor-host secretome on ovarian cancer cell invasion and metastasis” Teil dieses Konsortiums zu sein.

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Oktober 2019

Viel Einsatz für begeisternde Lehre

Foto: Markus Farnung

von links nach rechts: Prof. Dr. Frank Czubayko (Pharmakologie); Prof. Carsten Culmsee (Pharmazie); Prof. Dr. Evelyn Korn (Vizepräsidentin für Lehre); Dr. Tina Stibane (Dr. Reinfried-Pohl Zentrum für medizinische Lehre (RPZ))

Das Seminar „Medizin trifft Pharmazie“ von Dr. Tina Stibane und Prof. Frank Czubayko vom Fachbereich Medizin sowie Prof. Carsten Culmsee vom Fachbereich Pharmazie und Dr. Andreas Klemmer vom UKGM verfolgt die Zielsetzung, die Zusammenarbeit von Ärztinnen und Ärzten mit Apothekerinnen und Apothekern zugunsten patientenorientierter Heilverfahren zu verbessern. Medizinstudierende erlernen Grundlagen der medikamentösen Versorgung der Patientinnen und Patienten und Pharmaziestudierende medizinische Grundlagen. Bis zur Einführung des Seminars im Wintersemester 2018/19 gab es keine gemeinsamen Lehrveranstaltungen. Die Sichtweise und Kompetenzen der jeweils anderen Berufsgruppe sind für das Wohl der Patientinnen und Patienten aber sehr wichtig, beispielsweise um Fehler in der Dosierung oder unerwünschte Wechselwirkungen zu vermeiden. Das Seminar beinhaltet eine exemplarische Visite am Patientenbett in der Klinik, bei der sowohl die medizinische Sicht und ihre Erkrankungen als auch die pharmazeutische Sicht auf die medikamentöse Therapie und Arzneimittelrisiken mit vielfältigen Neben- und Wechselwirkungen Raum finden. In einem Seminarformat erarbeiten Studierende beider Fachbereiche darüber hinaus in interprofessionellen Kleingruppen Diagnosen und die mögliche Therapie anhand von komplexen realistischen Fallbeispielen.

August 2019

Identifikation von dickkopf-3 als neuen prädiktiven Marker für das akute Nierenversagen

Das akute Nierenversagen ist die häufigste Komplikation nach kardiovaskulären chirurgischen Eingriffen. Es fehlt jedoch bislang an diagnostischen Markern, um präoperativ solche Patienten zu identifizieren, die ein hohes Risiko für einen postoperativen Verlust der Nierenfunktion aufweisen. Hermann-Josef Gröne konnte nun zu einer in „Lancet“ publizierten Studie beitragen, die zeigt, dass präoperatives dickkopf-3 im Urin der Patienten ein unabhängiger Prädiktor für ein postoperatives Nierenversagen ist. Dies könnte nun präventive Strategien für Risiko-Patienten erlauben.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/31202596

Juni 2019

Instituts-Sommerfest 2019

Foto: Thomas Worzfeld

Nach einer faszinierenden Führung durch das Marburger Landgrafenschloss genossen wir das wundervolle Wetter beim anschließenden Grillen.

Juni 2019

Glycosphingolipide als neue pharmakologische Zielstrukturen beim akuten Nierenversagen

Die neueste Publikation der Arbeitsgruppe von Prof. Hermann-Josef Gröne zeigt, dass Globotriaosylceramid (Gb3/CD77), ein Glycosphingolipid in tubulären Epithelzellen der Niere, eine mögliche neue pharmakologische Zielstruktur für die Behandlung des akuten Nierenversagens sein könnte.

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Mai 2019

Frank Czubayko und Thomas Worzfeld erhalten den Hessischen Hochschulpreis für Exzellenz in der Lehre

Foto: Nadja Düvelmeyer
von links nach rechts - Nora Jochens, Chirurgische Klinik; Dr. Andreas Jerrentrup, Zentrum für Notfallmedizin; Dr. Martin Sassen, Zentrum für Notfallmedizin; Prof. Frank Czubayko, Pharmakologisches Institut; Angela Dorn, Ministerin für Wissenschaft und Kunst des Landes Hessen; Prof. Thomas Worzfeld, Pharmakologisches Institut; Prof. Katharina Krause, Präsidentin der Universität Marburg; Prof. Stefan Bösner, Abteilung für Allgemeinmedizin; Prof. Hinnerk Wulf; Klinik für Anästhesie; Dr. Egbert Opitz, Leiter des Marburger Kurses Patientensicherheit

Der Hessische Hochschulpreis für Exzellenz in der Lehre 2019 geht an das Lehrprojekt „Klug entscheiden – Sicher behandeln“ der Philipps-Universität Marburg. Als Teil eines 22-köpfigen Teams wurden Frank Czubayko und Thomas Worzfeld am 16.05.2019 von der Hessischen Wissenschaftsministerin Angela Dorn mit dem 1. Projektpreis ausgezeichnet.

Video-Vorstellung der Preisträger

Informationen des Hessischen Wissenschaftsministeriums (HMWK)

Mai 2019

 Retreat auf Schloss Rauischholzhausen

Foto: Hana Sustovà

Am 16. und 17. Mai fand unser gemeinsamer Retreat des Biochemisch-Pharmakologischen Centrums und des DFG-Graduiertenkollegs 2213 auf dem idyllischen Schloss Rauischholzhausen statt. 11 wissenschaftliche Arbeitsgruppen der Fachbereiche Medizin, Pharmazie und Biologie verbrachten zwei faszinierende Tage mit großartigen Vorträgen und intensiven wissenschaftlichen Diskussionen. Ein spannendes interdisziplinäres Treffen, das durch die großzügige Förderung über das UMR 2027-Programm der Universität Marburg ermöglicht wurde!

Mai 2019

Verteidigung Laura Soto Hinojosa

Foto: Sylvia Krippner

Am 14. Mai 2019 hat Laura Soto Hinojosa ihre Doktorarbeit mit dem Titel „MRTF/SRF-dependent transcriptional regulation for bleb-associated cell invasion and entosis” erfolgreich verteidigt.

Herzliche Glückwünsche, Laura, und alles Gute für Deine zukünftige wissenschaftliche Arbeit als Postdoc am Centre for Genomic Regulation (CRG) in Barcelona!

Februar 2019

Tumor-assoziierte Makrophagen spielen eine wichtige Rolle bei der Synthese von Lysophosphatidsäure (LPA) in der Tumormikroumgebung des Ovarialkarzinoms

Ein Forschungsteam der Universität Marburg und des Max-Planck-Instituts für Herz- und Lungenforschung unter Beteiligung von Dominique Brandt, Robert Grosse und Thomas Worzfeld hat entdeckt, dass die Konzentrationen von Lysophosphatidsäuren (LPA) im Aszites von Ovarialkarzinompatientinnen stark erhöht sind. Dies korreliert mit dem Überleben der Patientinnen. Weitere Analysen zeigten, dass Tumor-assoziierten Makrophagen eine wichtige Rolle bei der Synthese von Lysophosphatidsäure (LPA) zukommt.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30353652

https://www.ovara.net/publications

Januar 2019

Neujahrsfeier 2019

Foto: Christine

Am 20. Januar 2019 hat das Pharmakologische Institut den Beginn des Neuen Jahres gefeiert.

Allen ein glückliches und erfolgreiches 2019!

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