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Regulatorische Effekte von Chemotherapeutika auf Immuncheckpoint-Komponenten bei Urothelkarzinomzellen und Immunzellen.

Klinik für Urologie und Kinderurologie (Hänze J, Hegele A, Schulte-Hellbrüggen J)

Immuncheckpoint-Inhibitoren stellen einen neuen medikamentösen Therapieansatz insbesondere beim Nierenzellkarzinom und Melanom dar. Dabei wird die Rezeptor-Liganden abhängige Signaltransduktion durch PD-1 / PD-L1 / PD-L2 und CTLA-4 / CD80 / CD86 inhibiert. Diese Komponenten supprimieren eine mögliche anti-Tumor Immunreaktion auf Ebene der Immunzellen (T-Zelle, Antigen-Präsentierende-Zelle) und Tumorzellen. Das PD-1 System kann medikamentös mit den Antikörpern Nivolumab und Pidilizumab, das CTLA-4 System mit Ipilimumab supprimiert werden. Gewünschte Therapieeffekte dabei sind die Verstärkung der zytotoxischen Immunreaktion gegen die Tumorzellen. Beim Urothelkarzinom ist neben Tumorresektion durch TURB und Radikale Zystektomie eine medikamentöse Chemotherapie durch bestimmte Kombinationen bei first-und second line Regime mit Gemcitabine, Cisplatin und Vinflunine in der Klinik etabliert. Der ergänzende Einsatz von Immuncheckpoint-Inhibitoren stellt auch hier eine mögliche neue Therapieoption dar. Kenntnisse über die Effekte der Chemotherapeutika auf die Regulation der genannten Immuncheckpoint Komponenten sind dabei von grundlegendem Interesse. In diesem Projekt wird untersucht, inwieweit die genannten Chemotherapeutika die Immuncheckpoint-Signalkaskaden therapeutisch günstig oder ungünstig beeinflussen.