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Interdisziplinarität
Das GRK verfolgt einen konsequent interdisziplinären Ansatz. Wissenschaftler:innen aus den Rechts-, Literatur-, Religions- und Wirtschaftswissenschaften, der Friedens- und Konfliktforschung, Geschichts- und Politikwissenschaft, Soziologie, und Geschlechterforschung erforschen gemeinsam die Wechselwirkungen zwischen Völkerstrafrecht, Geschlecht, Gewalt und gesellschaftlichen Machtstrukturen. Durch die Verbindung unterschiedlicher fachlicher Perspektiven und Methoden eröffnen sich neue Erkenntnisräume: Die Verschränkung von normativen Analysen, diskurs- und narrativtheoretischen Zugriffen, historischen Kontextualisierungen, ökonomischen Strukturuntersuchungen und theologischen Deutungen ermöglichet es, Gewalt, Recht und Geschlecht nicht nur in ihren jeweiligen Dimensionen, sondern in ihrer wechselseitigen Bedingtheit zu erfassen. Wir wollen ein umfassendes Verständnis von Prozessen der Vergeschlechtlichung in völkerstrafrechtlichen Kontexten generieren und einen nachhaltigen Beitrag zur geschlechtersensiblen Weiterentwicklung des Völkerstrafrechts leisten.