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08.05.2017

Gold wert für die Altertumsforschung

Philipps-Universität Marburg erhält wertvolle Münzsammlung von Hans Werner Ritter

Silbermünze aus der Münzsammlung Ritter
Münzsammlung Hans Werner Ritter: Die römische Silbermünze zeigt eine Darstellung der Kaiserin Julia Domna (in der Legende bezeichnet) und wird in das Jahr 196 n. Chr. datiert. Foto: Philipps-Universität Marburg | Martina Klein

Die Antikensammlung und das Seminar für Alte Geschichte der Philipps-Universität Marburg freuen sich über eine großzügige Zuwendung. Hans Werner Ritter, emeritierter Professor für Alte Geschichte an der Universität Marburg, schenkte ihnen seine umfangreiche Sammlung antiker Münzen.

„Die Münzsammlung Hans Werner Ritter umfasst 286 Münzen aus allen Epochen und Regionen der Antike und ist eine bedeutende Bereicherung für die Antikensammlung des Archäologischen Seminars“, so der geschäftsführende Direktor Prof. Dr. Winfried Held. „Sie wird der Lehre zu Themen der antiken Numismatik eine neue Qualität verleihen, da wir jetzt dazu in der Lage sind, Übungen mit den originalen Münzen zu veranstalten und die Studierenden mit der Bestimmung und Interpretation der Münzen und ihrer Bilder vertraut zu machen. Da die Beschäftigung mit antiken Münzen sowohl von der Klassischen Archäologie als auch von der Alten Geschichte betrieben wird, soll die Sammlung Ritter der Lehre für Studierende beider Fächer zugutekommen.“

Neben dem Studium soll auch die Wissenschaft profitieren: „Zugleich wird die Sammlung auch der Forschung zugänglich gemacht. Sie wird gemeinsam mit den bereits vorhandenen Münzbeständen der Antikensammlung im gerade anlaufenden Verbundprojekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) NUMID erfasst und in einer Online-Datenbank der universitären Münzsammlungen in Deutschland veröffentlicht werden.“

Münzen prägen die Geschichtswissenschaft

Hans Werner Ritter wirkte von 1974 bis 1991 an der Philipps-Universität Marburg. In seinen Lehrveranstaltungen und im Rahmen seiner Tätigkeiten als Betreuer spielte die Numismatik, also die wissenschaftliche Münzkunde, immer wieder eine wichtige Rolle. Münzen stellen insbesondere für die Erforschung des griechisch-römischen Altertums eine bedeutende Quelle dar. Als langlebige Zeugnisse vergangener Kulturen erlauben sie unter anderem Rückschlüsse auf wirtschaftliche und politische Entwicklungen.

Bis ins vergangene Jahr war Hans Werner Ritter als Sammler aktiv. Über Jahrzehnte hinweg entstand auf diese Weise ein wertvoller Querschnitt antiker und insbesondere römischer Zahlungsmittel. Nun finden seine Schätze einen neuen Ort: Die Münzen werden in der Antikensammlung des Archäologischen Seminars aufbewahrt und stehen auch dem Seminar für Alte Geschichte zur gleichberechtigten Nutzung zur Verfügung.

 

Weitere Informationen:

Archäologisches Seminar der Philipps-Universität

Seminar für Alte Geschichte der Philipps-Universität

 

 

 

Kontakt

Prof. Dr. Winfried Held, Klassische Archäologie, Philipps-Universität Marburg
E-Mail

Alias Dies ist ein Alias von 'Gold wert für die Altertumsforschung'.

Zuletzt aktualisiert: 08.05.2017 · Michael Siegel

 
 
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