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13.06.2013

Nachruf Prof. Dr. Hans K. Schulze

Am 10. Juni 2013 verstarb in Niederweimar Hans K. Schulze, der seit 1967 an der Philipps-Universität mittelalterliche Geschichte unterrichtete.

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Prof. Dr. Hans K. Schulze (1932–2013)
Geboren am 8. Oktober 1932 in Altenburg/Thüringen, studierte er zunächst von 1951 bis 1955 an der damaligen Karl-Marx-Universität Leipzig. Aus politischen Gründen wechselte er nach dem Diplom an die Freie Universität Berlin, wo er 1962 mit Auszeichnung promovierte. Seine Dissertation „Adelsherrschaft und Landesherrschaft. Studien zur Verfassungs- und Besitzgeschichte der Altmark, des ostsächsischen Raumes und des hannoveranischen Wendlandes im hohen Mittelalter“ betraf einen historischen Raum, der ihn zeitlebens beschäftigen sollte.

 Nach der Promotion trat er eine wissenschaftliche Stelle an der „Mitteldeutschen Forschungsstelle“ in Marburg an, das ihm und seiner Familie eine neue Heimat wurde. 1970 habilitierte er sich hier mit einer Arbeit über die Grafschaftsverfassung der Karolingerzeit in den Gebieten östlich des Rheines für mittelalterliche Geschichte und deutsche Landesgeschichte. Bereits 1971 wurde er zum Professor ernannt. In den frühen Siebziger Jahren steuerte er als Dekan den Fachbereich 06 durch turbulente Zeiten. Vertretungsweise unterrichtete er auch in Kassel und Saarbrücken, bevor ihn die Philipps-Universität auf das Wintersemester 1981/82 zu einem der beiden Ordinarien für Mittelalterliche Geschichte ernannte. 1998 trat er altershalber von seinem Amt zurück.

Die Freude an der universitären Lehre endete damit aber nicht. Erst seine Erkrankung im vergangenen Sommersemester beendete seine hiesige Lehrtätigkeit. Im Oktober 2012 feierte er im Kreise seiner Freunde und Kollegen sein 50jähriges Doktorjubiläum und seinen achtzigsten Geburtstag. Die Festschrift erscheint dieses Jahr. Dem breiteren Publikum ist Hans K. Schulze vor allem durch seine beiden 1987 und 1991 im Siedler-Verlag erschienenen, reich illustrierten Bücher "Vom Reich der Franken zum Land der Deutschen. Merowinger und Karolinger" sowie "Hegemoniales Kaisertum Ottonen und Salier" bekannt. Studierende des Faches Geschichte greifen gerne zu seinen vier Bänden „Grundstrukturen der Verfassung im Mittelalter“, die zum Teil auch ins Japanische übersetzt worden sind. Der Fachbereich Geschichte und Kulturwissenschaften und insbesondere die Abteilung Mittelalter trauert um einen lieben Freund und Kollegen.

Prof. Dr. Andreas Meyer (erschienen in: Oberhessische Presse vom 15.6.2013)

Wortlaut der Traueranzeige des Fachbereichs in der Oberhessischen Presse vom 14. Juni 2013

 

 

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Zuletzt aktualisiert: 17.06.2013 · Jürgen Nemitz

 
 
 
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