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Internationale Tagung zur antiken Wirtschaftsgeschichte:

Textile trade and distribution in antiquity
***
Textilhandel und -distribution in der Antike

Internationale Experten im Gespräch über einen wichtigen Wirtschaftbereich der antiken Welt

Tagungsfoto

Am 9. und 10. April 2013 kamen rund 50 Experten aus 10 Ländern in Marburg zusammen um an der interdisziplinären Tagung "Textile trade and distribution in antiquity – Textilhandel und -distribution in der Antike" teilzunehmen. Fachleute aus den Bereichen Alte Geschichte, Altorientalistik, Klassische Archäologie, Vor- und Frühgeschichte, Textilforschung, Naturwissenschaften, Ethnologie und Kunstgeschichte diskutierten über Handel und Distribution von Stoffen und Gewändern in der antiken Welt. Forschungsergebnisse wurden ausgetauscht, unterschiedliche analytische Methoden vorgestellt und neue Forschungsansätze diskutiert. Sowohl der geographische als auch der chronologische Rahmen waren bewusst weit gewählt: Von Babylon und Assur bis hin zu den Nordwest-Provinzen des Römischen Reiches, vom 19. Jahrhundert v.Chr. bis hin zum 6. Jahrhundert n.Chr.

Obwohl die antike Textilproduktion in den letzten Jahrzehnten immer größere Aufmerksamkeit erfahren hat, sind Handel und Distribution von Textilien bislang weitgehend unerforscht geblieben. Dies überrascht, wird doch um die quantitative wie qualitative Beurteilung des Handels in der Antike seit Jahrzehnten in der althistorischen Forschung erbittert gerungen. Wie kaum eine andere Warengruppe sind Textilien für eine Untersuchung zu Warenverteilung und Handel in besonderem Maße geeignet: Textilien gehören zu den menschlichen Grundbedürfnissen, können darüber hinaus aber auch als Medien eingesetzt werden um den geschlechtlichen, beruflichen, sozialen oder politischen Status einer Person auszudrücken. Darüber hinaus eignen sich Textilien für den Transport auch über weite Distanzen in besonderem Maße, da sich in ihnen geringes Warengewicht mit großem Warenwert verbindet.

Die Tagung war in fünf Sektionen eingeteilt:

  • Opening session
  • Textiles in the Greek and Roman World
  • Textiles between East and West
  • More than texts – (New) Analytical methods
  • Make it seen – Visualisation of status and gender in textile contexts

Das Tagungsprogramm ist hier zu finden.

Alle Vorträge wurden gefolgt von lebhaften, produktiven Diskussionen. Das große Interesse an diesem Themenfeld und die positive Resonanz zeigten, dass ein Aufbrechen der Fächergrenzen für alle Seiten sehr bereichernd sein kann und dass sich auf diese Weise nicht nur neue Blickwinkel entstehen, sondern sich auch neue Kooperationen ergeben können.

Außerdem wurden im Rahmen einer Posterpräsentation von Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen aus Deutschland, Spanien, Polen, Österreich und Kanada aktuelle Arbeiten aus den Bereichen antike Wirtschaftsgeschichte und Textilforschung präsentiert. Ein Überblick über die Poster findet sich hier.

Die Organisatorin Kerstin Droß-Krüpe hofft, dass aus dieser Tagung weitere hervorgehen werden und dass die in den vergangenen Tagen geknüpften neuen Netzwerke und der damit verbundene wissenschaftliche Austausch in der Zukunft weiter ausgebaut werden können.

 

Ein ausführlicherer Tagungsbericht wird in Kürze folgen, eine Publikation der Beiträge ist geplant.

 

Organisation:

Dr. Kerstin Droß-Krüpe
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Seminar für Alte Geschichte
Wilhelm-Röpke-Str. 6C
35032 Marburg

Zuletzt aktualisiert: 12.04.2013 · dross

 
 
 
Fb. 06 - Geschichte und Kulturwissenschaften

Seminar für Alte Geschichte, Wilhelm-Röpke-Straße 6c, 35032 Marburg
Tel. +49 6421/28-24623, Fax +49 6421/28-24927, E-Mail: altegesc@staff.uni-marburg.de

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