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Ausstellungen

Malerei von Günther Blau

Eine repräsentative Auswahl aus dem malerischen Werk von Günther Blau zeigt das Marburger Universitätsmuseum für Bildende Kunst zurzeit in einer Sonderausstellung. Blau (77), der im Marburger Stadtteil Cyriaxweimar wohnt, ist ein Meister des Stilllebens. Er setzt häufig Alltagsdinge ins Bild, die er auf Trödelmärkten erstanden hat, kombiniert Gläser, Flaschen, Blumen zu nur vordergründig realistischen Arrangements. "Seine Malerei scheint zeitenthoben, sein Realismus sich im Altmeisterlichen zu erschöpfen", schreibt Jürgen Wittstock im begleitenden Werkkatalog. "Aber er hat sich seiner Zeit gestellt, auch wenn er sich nie von Zeitströmungen hat tragen lassen... Die sensible Rhythmik der 50er Jahre wie der aggressive Verismus der 60er Jahre klingen in seinem Oeuvre an, dem aber vor allem Sachlichkeit und Surrealismus der 20er Jahre, Romantisches wie Altmeisterliches zugrunde liegen." Die Ausstellung ist bis 22. August zu sehen (Biegenstraße 11). Öffnungszeiten: täglich (außer montags) 11-13 Uhr und 14-17 Uhr). Vom 2. September bis 10. Oktober auch in der Kunsthalle Wilhelmshaven.


Malerei aus Tunesien

Einblicke in die zeitgenössische Malerei in Tunesien vermittelt eine Ausstellung mit Arbeiten von Abderrazak Sahli, die das Marburger Universitätsmuseum für Bildende Kunst vom 29. August bis zum 17. Oktober präsentiert. Sahli gilt als derzeit populärster Maler seines Landes. Marburger Kunstinteressenten dürfen gespannt sein.


Vierpass

Bilder, Skulpturen und Installationen von Barbara Isabella Bauer-Heusler, Doris Conrads (beide Marburg), Birgit Fischötter (Frankfurt) und Ingrid Wriedt (Alsfeld) stellt das Marburger Universitätsmuseum für Bildende Kunst vom 19. September bis 7. November vor. Die vier hessischen Künstlerinnen vertreten unterschiedliche Stilrichtungen. Ihr etwa gleiches Alter ist das verbindende Element dieses so genannten "Vierpasses".


Foto-Impressionen aus Japan

Die beiden japanischen Städte Nagasaki und Yokohama haben, obwohl mehr als tausend Kilometer voneinander entfernt, etwas gemeinsam: Beide wurden in ihrer Kultur, ihrer historischen Entwicklung und ihrem Stadtbild von westlichen Einflüssen geprägt, und beide wurden zu Symbolen für diesen Einfluss, allerdings zu unterschiedlichen Zeiten. Nagasaki war in einer über 200 Jahre dauernden Phase der Abschließung Japans einziges Tor zum Ausland. Nur über dieses "Nadelöhr" hielt das Land von 1639 bis um die Mitte des 19. Jahrhunderts Handels- und Kulturkontakte zum Westen aufrecht. Für Yokohama dagegen begann erst nach der Mitte des 19. Jahrhunderts und der erzwungenen Öffnung Japans eine Blütezeit. Ursprünglich in ein trockengelegtes Sumpfland gebaut, entwickelten sich die Siedlung und der Hafen rasch zu einem wichtigen Einfallstor für westliche Güter und Ideen bis hin zur Mode. Yokohama wurde so zum Ausgangspunkt der Modernisierung Japans. Bis heute prägen diese frühen Kontakte zum Westen das Stadtbild.

Harada Masamichi (1931-1999) hat in jeder der beiden Städte längere Zeit gelebt. Seine fotografischen Impressionen spiegeln die unterschiedlichsten Facetten dieser Weltstädte wider. Mit seinen grafisch geprägten Bildern versucht er die besonderen – für Japan einzigartigen – Stimmungen, die sich durch die Mischung der Kulturen ergeben, einzufangen. Arbeiten des jüngst verstorbenen Fotografen, der international Beachtung gefunden hat, sind vom 29. September bis 24. Oktober in der Universitätsbibliothek zu sehen. Ausstellungseröffnung: 28. September, 17.30 Uhr. Vorträge zu Yokohama (13. Oktober, 18 Uhr c.t.) und Nagasaki (20. Oktober, 18 Uhr c.t.) im Vortragsraum der UB ergänzen die Fotopräsentation.


Der spanische Bürgerkrieg

Krieg und Revolution in Spanien 1936-1939 ist eine Wanderausstellung gewidmet, die vom 16. August bis zum 24. September im Foyer der Universitätsbibliothek gezeigt wird. Örtliche Veranstalter sind der DGB und das Institut für Politikwissenschaft. Die Ausstellung geht u.a. der Frage nach, ob der Zweite Weltkrieg seinen Anfang nicht schon 1936 mit dem spanischen Bürgerkrieg nahm. Neben dem Eröffnungsvortrag von Professor Frank Deppe (16. August) sind weitere Begleitveranstaltungen vorgesehen – u.a. eine Diskussionsrunde, in der der Überlebenskampf der spanischen Republik aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet werden soll. Ort und Zeit stehen noch nicht fest.


Völkerkundliche Sammlung

"Von Ahnenfigur bis Zauberstab" lautet der Titel einer zur Zeit laufenden Sonderausstellung der Völkerkundlichen Sammlung der Philipps-Universität. Diese Sammlung ist seit 20 Jahren öffentlich zugänglich. Aus diesem Anlass hat eine Gruppe von ca. 30 Studierenden regionenübergreifend die interessantesten Objekte aus den einzelnen Teilgebieten der Marburger Völkerkunde zusammengestellt. Den Besucher erwartet ein ethnographischer Rundgang durch Afrika, Lateinamerika und Südostasien, ergänzt durch Informationen zur Sammlungsgeschichte und zur Entstehung der Disziplin in Marburg. Weiterhin zu besichtigen ist die Ausstellung "Irritationen. Fremde Objekte und museales Ritual. – ein Streifzug durch die Ideengeschichte des Völkerkundemuseums". Öffnungszeiten: Mo-Do 10-12 Uhr, Mi auch 14-16 Uhr (Kugelgasse 10). Führungen nach Vereinbarung (06421 28-23749 oder 28-22199).


"Hebammenkunst" auf Reisen

Die Ausstellung "Hebammenkunst gestern und heute. Zur Kultur des Gebärens durch drei Jahrhunderte" war nicht nur in Marburg ein großer Erfolg. Mehr als 4.000 Interessenten haben Anfang des Jahres die vom Institut für Europäische Ethnologie und Kulturforschung der Philipps-Universität konzipierte Präsentation im Marburger Landgrafenschloss besucht. Aufgrund der außergewöhnlichen Resonanz ist die Ausstellung inzwischen (in abgespeckter Form) auf Wanderschaft. Von Mitte April bis Mitte Juni wurde sie im Kreismuseum Prinzesshof in Itzehoe gezeigt. Zur Zeit (bis 29. August) ist sie im Wilhelm-Fabry-Museum in Hilden bei Düsseldorf zu sehen, vom 18. Oktober bis 8. November in Erlangen. Anschließend kann sie bis zum Jahreswechsel in der Evangelischen Familienbildungsstätte in Frankfurt am Main besichtigt werden. Aus Heilbronn und Jena liegen weitere konkrete Anfragen für das kommende Jahr vor.

kw


Zuletzt aktualisiert: 19.12.2007 · trautmas

 
 
 
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